Zehntägige Suche nach Schwarzem Loch abgeschlossen

14. April 2017, 12:15
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Teleskop-Netzwerk sammelte Daten, deren Auswertung Monate dauern wird

Cambridge – Nach rund zehn Tagen intensiven Spähen ins All, um ein erstes Bild von einem Schwarzen Loch zu ergattern, sind die deutschen Beteiligten des "Event Horizon"-Teleskop-Netzwerks optimistisch. Die Beobachtungen mit dem IRAM-Teleskop in der spanischen Sierra Nevada, an dem die deutsche Max-Planck-Gesellschaft beteiligt ist, hätten "reibungslos" funktioniert, teilten die Verantwortlichen mit.

Das Wetter sei "exzellent für die Jahreszeit" gewesen. Auch an den anderen Teleskop-Standorten weltweit seien die Bedingungen bei Technik und Wetter gut gewesen. "Ob die Daten an allen acht Standorten allerdings tatsächlich einwandfrei aufgenommen wurden, wird sich erst in ein paar Monaten klären, wenn alle Daten zusammengeführt werden konnten." Die Beobachtungen des "Event Horizon"-Teleskop-Netzwerks waren von 5. bis 14. April angesetzt gewesen.

Dabei könnte ein Bild entstanden sein, das erstmals ein Schwarzes Loch zeigt – als schwarzen Kreis mit einem hellen Ring. Der Ring bestünde aus Gas und Staub, die von dem Loch extrem beschleunigt und schließlich verschlungen werden. Bis ein solches Bild veröffentlicht werden könnte, würden allerdings Monate vergehen, da die Datenauswertung sehr aufwendig ist. Im vergangenen Jahr war der Versuch, ein solches Bild aufzunehmen, gescheitert. (APA, 14. 4. 2017)

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