Lopatka ortet bei Kern widersprüchliches Handeln

14. April 2017, 10:30
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ÖVP-Klubchef "Zeichen können nur als Wahlkampf gedeutet werden"

Wien – ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka ortet bei Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) Widersprüche. Denn während Kern betone, dass die Nationalratswahl im Herbst 2018 stattfindet, sei er tatsächlich auf so etwas wie einer Wahlkampftour.

"Reden und Handeln passen hier nicht ganz zusammen. Er sagt, die Wahl findet 2018 statt, auf der anderen Seite setzt er immer wieder klare Zeichen, die nur als Wahlkampf gedeutet werden können", sagt der Klubchef. Kerns Termine Anfang dieser Woche in der Bundeshauptstadt – der SPÖ-Chef marschierte etwa in Medienbegleitung über den Naschmarkt – seien nur "ein weiterer Mosaikstein".

"Plan A"-Tour

Lopatka nannte auch Kerns Tour mit seinem "Plan A" oder meinte, der Kanzler spreche im Inland anders, als er in Brüssel dann abstimme. Es gebe eine "ganze Reihe" derartiger Anzeichen für einen vorgezogenen Wahlkampf. Auch der Wiener SPÖ-Chef Michael Häupl hat wiederholt auf den Wahltermin 2018 verwiesen. Für Lopatka ist dessen Interesse an einem späten Termin nachvollziehbar: "Er will das aussitzen. Vor der Nationalratswahl geht er nicht."

Nicht kommentieren wollte der ÖVP-Klubobmann Aussagen von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, der sich kürzlich im APA-Interview verstärkt für eine Koalition mit der SPÖ ausgesprochen hatte. "Das ist Sache der FPÖ, welche Koalition sie sich wünscht. Jede Partei kann ihren Wunschpartner haben." (APA, 14.4.2017)

  • "Reden und Handeln passen hier nicht ganz zusammen", sagt der ÖVP-Klubchef über den Bundeskanzler.
    foto: apa/neubauer

    "Reden und Handeln passen hier nicht ganz zusammen", sagt der ÖVP-Klubchef über den Bundeskanzler.

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