"Adolf, melde Dich"-Posting – Vorarlberger wegen Wiederbetätigung verurteilt

13. April 2017, 13:21
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Angeklagter fiel unter anderem durch Facebook-Postings und einschlägige Tätowierungen auf – Zusatzstrafe von 18 Monaten

Ein 24-jähriger Vorarlberger ist am Gründonnerstag am Landesgericht Feldkirch unter anderem wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilt worden. Der siebenfach vorbestrafte Mann erhielt eine Zusatzstrafe von 18 Monaten, insgesamt wird er für 22 Monate ins Gefängnis müssen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der 24-Jährige aus dem Vorarlberger Unterland verstieß zwischen 2011 und 2015 mehrfach gegen Bestimmungen des Verbotsgesetzes. Zum einen postete er via Facebook ein Bild des Führers mit den Worten: "Vermisst seit 1945 – Adolf, bitte melde Dich! Deutschland braucht Dich. Das Deutsche Volk". Zum anderen verschickte er diverse nationalsozialistische Symbole, posierte mit eindeutigen Tätowierungen und besaß allerlei nationalsozialistische Musik und Kleidungsstücke.

Lebenswandel

Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte geständig. Gleichzeitig betonte er, nun einen völlig anderen Lebenswandel zu führen. Er sei Vater geworden und habe seinen Freundeskreis gewechselt, Kontakt zur rechten Szene pflege er keinen mehr. Die Tätowierungen hat er mittlerweile umgestalten lassen, sodass eindeutige Hitler-Symbole nicht mehr zu erkennen sind.

Zusätzlich zur nationalsozialistischen Wiederbetätigung musste sich der Vorarlberger am Donnerstag aber auch wegen Körperverletzung sowie versuchter Nötigung verantworten. Er hatte bei einem Fest vor eineinhalb Jahren einem Mann zwei Faustschläge versetzt und ihm damit unter anderem eine Schädelprellung zugefügt. Anschließend drohte er dem Opfer, sollte es die Polizei einschalten.

18 Monaten unbedingte Haft

Das Schwurgericht verurteilte den 24-Jährigen schließlich zu 18 Monaten unbedingter Haft. Da er noch vier Monate aus einer anderen Verurteilung wegen Körperverletzung abzusitzen hat, wird er insgesamt 22 Monate in der Justizanstalt verbringen. Dem Prügelopfer des 24-Jährigen wurde Schmerzensgeld in Höhe von 500 Euro zugesprochen. (APA, 13.4. 2017)

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