Brandanschlag auf Le Pens Wahlkampfzentrale in Paris

13. April 2017, 12:56
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Feuer im Erdgeschoß wurde rasch gelöscht – Keine größeren Schäden – Linke Gruppierung reklamiert Tat für sich

Paris – Auf die Wahlkampfzentrale der rechtspopulistischen französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen in Paris ist offenbar ein Brandanschlag verübt worden, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. Ein Feuer im Erdgeschoß der Zentrale, in dem sich ein Versicherungsbüro befindet, wurde nach Angaben der Feuerwehr in der Nacht auf Donnerstag rasch gelöscht.

Fußmatte und Tür beschädigt

Demnach wurden eine Tür und eine Fußmatte beschädigt. Unweit des Gebäudes entdeckte die Polizei ein Graffito mit der Botschaft "FN vs KLX". Die Zentrale der Kandidatin des Front National (FN) liegt in der schicken Rue du Faubourg Saint-Honore unweit des Élysée-Palasts. Le Pen sagte dem Fernsehsender France 2, sie sei über den mutmaßlichen Anschlag nicht informiert worden. Sie vermutete eine "linksextreme Splittergruppe" als Urheber.

Linke Gruppierung bekennt sich

Eine Gruppierung namens "Den Fremdenhass bekämpfen" (Combattre la xenophobie) reklamierte die Tat für sich. Sie hätten dafür Molotow-Cocktails benutzt, sagte ein angeblicher Vertreter der Gruppe der Nachrichtenagentur AFP. Er berichtete von einem ähnlichen Anschlag auf den Sitz der rechtsextremen Zeitung "Present" und drohte mit täglichen weiteren Aktionen "bis zu den Wahlen". "Present"-Journalistin Caroline Parmentier wies die Angaben zurück. Zwar habe ein Polizist in der Früh die Redaktionsräume kontrolliert, doch habe es offensichtlich keinen Anschlagsversuch gegeben. (APA, 13.4.2017)

  • Aufräumarbeiten vor der FN-Wahlkampfzentrale.
    foto: ap photo/francois mori

    Aufräumarbeiten vor der FN-Wahlkampfzentrale.

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