Trumps Exberater weist Vorwürfe zurück

13. April 2017, 06:17
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Ehemaliger Investmentbanker wurde Berichten zufolge vom FBI überwacht

Washington – In der Affäre um die Russland-Kontakte des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump hat sein früherer Berater Carter Page jegliches Fehlverhalten bestritten. Carter sagte am Mittwoch dem Fernsehsender CNN, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe beruhten auf "Falschaussagen". Zu Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI gegen ihn wollte er dem Sender gegenüber keine Stellungnahme abgeben.

Die "Washington Post" hatte am Dienstag unter Berufung auf Ermittler- und Regierungskreisen berichtete, dass Page wegen möglicher Verbindungen zum russischen Geheimdienst vom FBI überwacht worden sei. Das FBI fing demnach mit ausdrücklicher Genehmigung eines Sondergerichts die Kommunikation des ehemaligen Investmentbankers ab. Laut der "Washington Post" wäre die gerichtliche Anordnung der erste Beweis dafür, dass das FBI Mitglieder des Trump-Teams direkt überwacht hat.

FBI sucht nach Absprachen im Wahlkampfteam

Nach Überzeugung des FBI hatte sich Moskau in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingeschaltet, um Trump zum Sieg zu verhelfen. Der Kreml soll demnach hinter Hackerangriffen auf die Parteizentrale der Demokraten sowie das Team von Trumps russlandkritischer Rivalin Hillary Clinton stehen, durch die für die Demokratin unangenehme Interna ans Licht gekommen waren. Dabei untersucht das FBI nach eigenen Angaben auch mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung.

Trump hatte Page im März 2016 zu einem seiner außenpolitischen Berater ernannt. Während des Parteitags der Republikaner im Juli traf er zusammen mit anderen Mitgliedern des Wahlkampfteams den russischen Botschafter Sergej Kisljak. Für Schlagzeilen sorgten auch seine Besuche in Moskau, die seinen eigenen Angaben zufolge jedoch rein privater Natur waren. Bei einem Vortrag in Moskau soll er laut Medienberichten aber harte Kritik an der westlichen Politik gegenüber Russland geübt haben.

Page hatte von 2004 bis 2007 für die Investmentbank Merrill Lynch in Moskau gearbeitet. Damals knüpfte er auch Beziehungen zum russischen Energieriesen Gazprom. Sein Name taucht auch in einem Dossier des britischen Exgeheimagenten Christopher Steele über Verbindungen des Trump-Teams mit Russland auf, das zu Jahresbeginn für Wirbel gesorgt hatte. (APA, 13.4.2017)

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