Neuer Innsbrucker Bischof wohl nach Ostern

12. April 2017, 17:19
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Neuer Bischof soll bei Ministerrat bestätigt werden – Kothgasser half zu Ostern in Innsbruck aus

Innsbruck – Nach einer 16-monatigen Sedisvakanz dürfte nach Ostern der neue Innsbrucker Diözesanbischof feststehen. Nuntius Peter Stephan Zurbriggen soll bei der Bundesregierung nach dem nächsten Termin der Ministerratssitzung angefragt haben, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Mittwochausgabe). Die Bundesregierung muss der Ernennung zustimmen.

Auch APA-Informationen zufolge soll der neue Bischof beim nächsten Ministerrat bestätigt werden. Aufgrund des Konkordats hat sich der Heilige Stuhl verpflichtet, vor Ernennung von Bischöfen der Bundesregierung den Namen des künftigen Würdenträgers mitzuteilen. Aus "Gründen allgemein politischer Natur" kann die Regierung Einwände erheben, worauf jedoch ein Vermittlungsprozess in Gang gesetzt wird. Letztlich kann aber der Papst dennoch frei entscheiden.

Bischof Manfred Scheuer war Anfang 2016 nach Linz gewechselt. Seither leitet der vorherige Generalvikar Jakob Bürgler die Diözese als Diözesanadministrator. Bürgler gilt unter anderen selbst als möglicher Nachfolger Scheuers.

Die Osterfeierlichkeiten gehen damit in der Tiroler Landeshauptstadt noch ohne Bischof über die Bühne. Neben Bürgler greift man deshalb auch auf einen früheren hochrangigen Geistlichen zurück: den emeritierten Erzbischof von Salzburg Alois Kothgasser. Er zelebrierte am Mittwochvormittag die Chrisammesse im Dom. Kothgasser begeht übrigens demnächst einen Runden Geburtstag: Am 29 Mai wird der Kirchenmann 80 Jahre alt. (APA, 12.4.2017)

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