IWF-Chefin: "Schwert des Protektionismus" hängt über Welthandel

12. April 2017, 11:24
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Trump und Rechtsruck in Europa bereiten Lagarde Sorgen

Brüssel – IWF-Chefin Christine Lagarde hat vor den Gefahren einer eingeschränkten Handelspolitik für den weltweiten Aufschwung gewarnt. Ohne US-Präsident Donald Trump und seine Politik namentlich zu erwähnen, sagte Lagarde am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Brüssel laut Redetext: "Das Schwert des Protektionismus hängt über dem Welthandel."

Dies sei eines der Risiken für die Wirtschaft und den zu beobachtenden Aufschwung. Trump hatte mit seiner Drohung, Importe in die USA zu verteuern und damit das Handelsdefizit seines Landes abzubauen, weltweit für Aufregung gesorgt.

Als weitere Risiken nannte Lagarde politische Unsicherheiten, unter anderem in Europa. Mit Blick auf die allmählich restriktiver werdende Politik der großen Notenbanken warnte Lagarde, dass die Einschränkung finanzieller Bedingungen zu Kapitalabflüssen aus Schwellen- und Entwicklungsländern führen könnte. Dessen ungeachtet gewinne der Aufschwung dank einer soliden Wirtschaftspolitik in vielen Ländern an Fahrt. Ähnlich hatte sich Lagarde schon in den vergangenen Tagen in Berlin geäußert. (APA, Reuters, 12.4.2017)

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