Exporte kräftig gestiegen, Außenhandelsdefizit geschrumpft

12. April 2017, 09:57
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Größte absolute Zuwächse bei Ausfuhren nach Frankreich, Deutschland, Italien und Russland

Wien – Die österreichischen Exporte sind im Jänner kräftig gestiegen. Die größten absoluten Zuwächse gab es bei den Ausfuhren nach Frankreich, Deutschland, Italien und Russland, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Die Importe stiegen weniger stark als die Exporte, das Außenhandelsdefizit ist auf 0,16 Milliarden Euro geschrumpft, nach 0,77 Milliarden Euro im Jänner 2016. Die Einfuhren aus Deutschland, der Schweiz, den USA und Russland nahmen am stärksten zu.

Exportiert wurden im Jänner 2017 Waren im Wert von 11,4 Milliarden Euro, um 18,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Gesamtwert der Einfuhren lag im Jänner 2017 laut den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria nominell mit 11,56 Milliarden Euro um 11,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Nachdem der Jänner 2017 zwei Arbeitstage mehr hatte als der Jänner 2016, habe eine arbeitstägige Bereinigung einen Anstieg der Ausfuhren um 9,4 Prozent und der Einfuhren um 2,9 Prozent ergeben, so die Statistiker.

Plus 23 Prozent bei Export in EU-Länder

In EU-Länder wurden Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro versendet, ein Plus von 23,3 Prozent. Der Wert der aus diesen Ländern bezogenen Waren stieg um 8,0 Prozent auf 7,39 Milliarden Euro. Das Handelsbilanzaktivum mit der Europäischen Union belief sich auf 1,01 Milliarden Euro, nach einem Minus von 0,03 Milliarden Euro im Jänner 2016. Deutschland war auch im Jänner 2017 unangefochten der wichtigste Handelspartner Österreichs.

Der Außenhandel mit Drittstaaten wies im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat Zuwächse sowohl bei den Importen (+17,3 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro) als auch bei den Exporten (+6,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro) auf. Das Handelsdefizit mit Drittstaaten erhöhte sich von 0,74 auf von 1,17 Milliarden Euro. Die drei wertmäßig bedeutendsten Exportpartner im Drittstaatenhandel waren die USA, die Schweiz und China. (APA, 12.4.2017)

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