Von Abgassenkung bis Zuwanderung

Ansichtssache15. April 2017, 09:00
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Aktuelle Forschungsergebnisse von heimischen Fachhochschulen

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Beim elften Fachhochschul-Forschungsforum präsentieren die österreichischen Fachhochschulen am 19. und 20. April an der Fachhochschule Internationales Management Center Krems aktuelle Forschungsergebnisse. Die Palette reicht von Gesundheit über Mobilität bis hin zu demografischer Forschung – ein Rundblick.

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foto: apa/barbara gindl

Die Stimme der Patienten hören

Krems – Ob eine Behandlung dauerhaft erfolgreich ist, hängt maßgeblich von ihrer Akzeptanz ab. Bei der Entwicklung therapeutischer Maßnahmen sollte daher die Perspektive der Patienten eine wichtige Rolle spielen. "Durch ihren anwendungsorientierten Ansatz bekommen Fachhochschulen diesbezüglich viele Rückmeldungen aus der Praxis, die sie in konkrete Projekte umsetzen", sagt Mona Dür vom Department Health Sciences der FH Krems.

Als Moderatorin des Panels "Stimme der PatientInnen in der Gesundheitsversorgung" kann sie auf eine Reihe aktueller FH-Projekte verweisen, die sich um eine verstärkte Einbindung der Patientenbedürfnisse bemühen. So wurde etwa an der FH Wr. Neustadt ein Instrument zur Befundung von Kindern zwischen vier und sechs Jahren auf der Basis von Bildern entwickelt, mit dem die Patienten besser als mit Worten vermitteln können, wie es ihnen geht und wo ihre Probleme liegen.

Um eine adäquate Selbsteinschätzung von Patienten im physiotherapeutischen Prozess zu fördern, haben Lehrende und Studierende an der FH Burgenland ein System namens "Physiologik" erarbeitet, und von der FH Wr. Neustadt stammt eine eigene "Life-Balance-App" für Kinder. Auch gewisse medizinische Praktiken wurden auf dem Forschungsforum in Linz hinterfragt: "Obwohl vaginale Untersuchungen während der Geburt ohne Indikation nicht erforderlich sind, werden sie in der Praxis routinemäßig durchgeführt", sagt Dür. "Von den Frauen werden diese oft unnötigen Untersuchungen als sehr unangenehm erlebt." (grido)

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