Lange Osterzeit beflügelt Geschäft mit Schokohasen

12. April 2017, 08:05
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Hohe Preise ließen Verkäufe zuletzt deutlich zurück gehen

Genf/Bonn – Der klassische Hase aus Milchschokolade bleibt nach Angaben der Schokoladenindustrie in der Osterzeit Trumpf. Zwar gebe es Experimente mit Geschmacksrichtungen wie Erdbeer oder Kokos und mit anderen Kostümen, aber das sei ein Nischenmarkt. "Ostern ist ein Fest, an dem sich die Menschen auf die Tradition besinnen", sagt der Chef des Schweizerischen Schokoladenverbandes Chocosuisse, Urs Furrer.

Die Schweizer Chocolatiers sorgen sich um ihren wichtigsten Exportmarkt Deutschland. 2015 und 2016 ist der Absatz wegen der hohen Preise um je fast 20 Prozent eingebrochen. Auch die Schweizer würden preisbewusster, so Furrer: 40 Prozent griffen zu Importschokolade.

In Deutschland werden deutlich mehr Schokohasen als Weihnachtsmänner und Nikoläuse produziert, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie berichtet. In der Osterzeit gebe es eben keine Konkurrenz mit Weihnachtsgebäck, sagt Geschäftsführer Torben Erbrath. In diesem Jahr brummt das Geschäft besonders: 202 Millionen Hasen wurden in den Schoko-Fabriken produziert, ein Prozent mehr als 2016, als Ostern bereits Ende März war. Das liege an der langen Osterzeit, erklärte der Verband. Die Hälfte werde in Deutschland verputzt. (APA, 12.4.2017)

  • In Deutschland werden deutlich mehr Schokohasen als Weihnachtsmänner und Nikoläuse produziert, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie berichtet.
    foto: apa/dpa/lino mirgeler

    In Deutschland werden deutlich mehr Schokohasen als Weihnachtsmänner und Nikoläuse produziert, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie berichtet.

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