Kindersoldaten, Vergewaltigung: Marc Ellison über Journalismus als Comicstrip

Video12. April 2017, 12:59
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Der schottische Datenjournalist und Fotograf über seine Projekte von Uganda bis Tansania und die Zukunft des Journalismus

Perugia – In "Graphic Memories" zeichnet der Fotograf und Datenjournalist Marc Ellison mit Illustrator Christian Mafigiri die Erinnerungen von vier Frauen, die als Kinder in Norduganda entführt, vergewaltigt und zu Soldaten gemacht wurden, in Comicform nach. Und das ist nur ein kleiner Teil der geschilderten Grausamkeiten und Traumata. Er zeigt sie heute, in Videos und Fotos, wie sie leben, wie sie mit dem Erlebten umgehen.

foto: marc ellison / marcellison.com/graphicmemories
Ein Bild aus Marc Ellisons Online-Comic "Graphic Memories" (Link).

In "Safe House" lässt er "Voices from the Cutting Season" in Tansania bildlich zu Wort kommen. Mit Illustrator Daniel Lafrance macht er auf die illegalen, lebensgefährlichen Beschneidungen hunderter Mädchen aufmerksam. Sein Comic wird dort inzwischen als Aufklärungsmaterial verwendet.

Marc Ellison im Video-Interview

Im Video-Interview für derStandard.at/Etat erklärt Ellison seinen "Comic Journalism", seine Projekte von Uganda bis Tansania und die Zukunft des Journalismus.

derstandard.at

(Tobias Holub, 12.4.2017)

Zum Projekt

Über das Internationale Journalismus-Festival in Perugia 2017 berichten Studierende des Instituts für Journalismus und Medienmanagement an der FH Wien der WKW – die Berichte und Videos finden Sie unter diesem Link gesammelt. derStandard.at/Etat veröffentlicht weitere Berichte und Videos vom Festival mit seinen hunderten Panels und Präsentationen zwischen 5. und 9. April 2017 wegen der Fülle auch nach dem Event in den folgenden Tagen.

Tobias Holub ist Student am Journalismus-Institut der FH WKW und arbeitet als freiberuflicher Fotograf in Wien.

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