Autoverkäufe boomten im ersten Quartal

11. April 2017, 11:45
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Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg gegenüber dem Vorjahr um fast 13 Prozen, iMärz betrug das Plus sogar mehr als 15 Prozent

Wien – Die heimischen Autohändler sind heuer beschwingt in den Frühling gegangen – der Verkauf florierte. Im ersten Quartal legten die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,8 Prozent 88.493 Pkw zu, wie aus den Daten der Statistik Austria von heute, Dienstag, hervorgeht.

Der Aufwärtstrend beschleunigte sich Monat für Monat – auf ein Plus von 9,7 Prozent im Jänner folgte ein Zuwachs von 12,5 Prozent im Februar und von 15,3 Prozent im März.

Enormes Plus bei Hybrid-Benzinern

Weitaus stärker als im Vorjahresquartal nachgefragt waren auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben – freilich von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend. Der Verkauf von Hybrid-Benzinern schnellte um 157,7 Prozent auf 1.920 Stück nach oben; bei den Elektroautos gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls einen kräftigen Anstieg von 23,6 Prozent auf 1.226 Stück – bei Letzteren bewegte man sich bei den Neuzulassungen bereits nach drei Monaten nahe dem Gesamtjahresergebnis von 2014 (1.281 Stück).

"Wie erwartet ist die neue Elektromobilitätsförderung überaus erfolgreich angelaufen", so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle. Seit 1. März seien bereits rund 1.600 Anträge auf die Förderung gestellt worden. "Diese Zahl ist beachtlich, insbesondere, wenn man den noch bescheidenen – jedoch steig wachsenden – Gesamtbestand von bisher rund 10.300 E-Autos in Österreich betrachtet." Die Ankaufsförderung werde vom Verkehrs- und vom Umweltministerium sowie den heimischen Automobilimporteuren gemeinsam finanziert.

Rückläufig entwickelten sich heuer in den ersten drei Monaten aber die Neuzulassungen von Pkw mit Diesel-Hybrid-Antrieb – mit einem Minus von 67 Prozent auf 34 Stück gegenüber der Vorjahresperiode.

Hyundai vor Seat

Die höchsten Verkaufssteigerungen gab es zwischen Jänner und März bei den Automarken Hyundai (plus 77,6 Prozent), Seat (plus 22,3 Prozent), Mercedes (plus 18,7 Prozent), Skoda (plus 15,4 Prozent), VW (plus 15,3 Prozent) und Ford (plus 7,3 Prozent).

Dabei waren vor allem die Modelle Hyundai I 20 (plus 101,5 Prozent), Skoda Fabia (plus 89,3 Prozent), VW Tiguan (plus 88,6 Prozent), VW Bus (plus 20,4 Prozent), Renault Clio (plus 19,7 Prozent), VW Golf (plus 19,0 Prozent), VW Polo (plus 15,2 Prozent) und Ford Focus (plus 13,2 Prozent) gefragt.

Im Rückwärtsgang unterwegs waren die Automarken Renault (minus 7,6 Prozent), Audi (minus 3,8 Prozent), BMW (minus 2,1 Prozent) und Opel (minus 1,1 Prozent). Weniger Neuzulassungen gab es bei den Typen Skoda Octavia (minus 21,9 Prozent), Fiat 500 (minus 7,9 Prozent) und Opel Astra (minus 1,2 Prozent).

Die Neuzulassungen aller Kraftfahrzeuge erhöhten sich im ersten Quartal um 11,4 Prozent auf 111.306 Stück – im März gab es ein Plus von 15,4 Prozent auf 50.155 Einheiten. Der Anteil der Pkw an den Gesamtneuzulassungen lag heuer im ersten Quartal bei 79,5 Prozent. Der Verkauf von Motor- und Motorfahrrädern stagnierte auf Vorjahresniveau – mit einem Minus von 0,1 Prozent bzw. von 0,4 Prozent. (APA, 11.4.2017)

  • Die Autobranche kann sich über einen starken Jahresauftakt freuen.
    foto: apa/marc müller

    Die Autobranche kann sich über einen starken Jahresauftakt freuen.

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