Zukunftslabor fördert Zusammenleben in Salzburg

11. April 2017, 18:19
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Projekte für soziale Innovationen aus der Zivilgesellschaft werden prämiert

Salzburg – Was macht gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft aus? Das Salzburger Zukunftslabor unterstützt Projekte und Ideen aus der Zivilgesellschaft, die sich mit dem Zusammenleben beschäftigen. Gestartet wurde das Zukunftslabor im Jubiläumsjahr Salzburg 2016. Nun geht es weiter.

Beim im Vorjahr ausgeschriebenen Wettbewerb wurden 238 Projekte und Ideen aus der Bevölkerung eingereicht. Davon wurden 20 Projekte prämiert und finanziell gefördert. Darunter etwa die OK Werkstatt. Die offene Kreativwerkstatt in der Stadt Salzburg bietet Raum, Werkzeug und Infrastruktur für ambitionierte Heimwerker und Bastler, die nicht alles zu Hause haben.

Vernetzung in ländlichen Regionen

Ebenso prämiert wurde das Projekt Querbeet, das Asylwerber, Migranten und Einheimische in ländlichen Regionen vernetzt. Durch gemeinsame Aktivitäten und intensiven Dialog sollen die Menschen in der Gemeinde zusammengebracht werden. In der Leaderregion Saalachtal läuft das Projekt seit 2014 erfolgreich. Nun soll es auch auf den Lungau ausgeweitet werden.

Das sind nur zwei Beispiele aus dem Vorjahr. Auch heuer wird es wieder einen Wettbewerb geben. Die Themenstellungen der Projekte können breit gefächert sein. Von der Inklusion von behinderten Menschen über Nachbarschaftsprojekte bis hin zu Kreativprogramme.

"Innovation geht nicht nur von großen Unternehmen oder Spitzentechnologien aus, sondern es braucht auch soziale Innovation aus dem breiten Spektrum der Zivilgesellschaft", sagt Günther Marcher, der Leiter des Zukunftslabors. Es gebe viel Kreativ- und Wissenspotenzial in der Gesellschaft, das so nicht wahrgenommen werde. Genau da setzt das Zukunftslabor an.

Projekte konkretisieren

Hinzu kommen heuer sogenannte "Tage der Zukunft", bei denen Projektinitiatoren mit einem Mentoring-Programm unterstützt werden, ihre Ideen umzusetzen. "Viele Ideenträger haben das Problem, ihr Projekt zu konkretisieren. Sie brauchen den Blick von außen, um Struktur hineinzubringen", erklärt Marcher. Wichtig sei auch die Vernetzung unter den verschiedenen Projekten, die engagierten Menschen würden sich gegenseitig weiterbringen.

Ab Herbst sollen zusätzlich auch Zukunftsdialoge stattfinden, bei denen Austausch und Wissenstransfer zwischen Praxis und Wissenschaft forciert werden. Ein Schwerpunkt soll heuer die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen sein.

50.000 Euro pro Jahr kommen aus dem Ressort von Integrationslandesrätin Martina Berthold (Grüne), um das Zukunftslabor die nächsten zwei Jahre fortzuführen. "Von der Idee zur Umsetzung braucht es Know-How. Da unterstützt das Zukunftslabor die engagierten Privatpersonen, Organisationen oder Vereine", sagt Berthold. (Stefanie Ruep, 11.4.2017)

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