Bundesimmobiliengesellschaft schrieb 2016 über 500 Millionen Euro Gewinn

10. April 2017, 13:53
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Umsatz überschritt erstmals die Milliardengrenze – Bis 2020 fließen 200 Mio. Euro in Universitäten

Wien – Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat ihren Gewinn 2016 kräftig gesteigert. Unter dem Strich blieben 510,9 Mio. Euro – um gut ein Viertel mehr (27,1 Prozent) als im Jahr davor. Dank höherer Mieterlöse und höheren Einnahmen aus dem Verkauf von Umlaufvermögen überschritt der Umsatz erstmals die Milliardengrenze (1,05 Mrd. Euro), wie das Unternehmen heute, Montag, mitteilte.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) des zum Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium ressortierenden Konzerns verbesserte sich den Angaben zufolge um 21,2 Prozent auf 742,8 Mio. Euro. Dies sei vor allem auf das höhere Bewertungsergebnis von 111,6 Mio. Euro zurückzuführen.

Das Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO) erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 456,3 Mio. Euro. "Die hohe Vermietungsquote von 98,5 Prozent unterstreicht die optimale Ausrichtung des Portfolios", so BIG-Chef Hans-Peter Weiß.

Die Immobiliengesellschaft bewirtschaftet 2.089 Liegenschaften mit rund 7,2 Millionen Quadratmetern vermietbarer Fläche. Rund 70 Prozent der Gebäude sind Schulen und Universitäten. Der Fair Value der Bestandsimmobilien habe per Ende Dezember 11,4 Mrd. Euro betragen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die BIG 516,6 Mio. Euro in Neubauten, Generalsanierung und Instandhaltung. Damit war die BIG laut Eigenangaben einer der größten Auftraggeber im heimischen Hochbau. Saniert und erweitert werden derzeit etwa das zentrale Lern- und Lehrgebäude der Medizinischen Universität Innsbruck sowie die Bibliothek der Karl-Franzens-Universität in Graz. An der Universität für angewandte Kunst Wien wird der Schanzer-Trakt im Hauptgebäude am Oskar-Kokoschka-Platz saniert sowie ein neues Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße als Erweiterungsfläche umgebaut.

Bis Ende 2020 fließen im Rahmen des Sonderprogramms Universitäten rund 200 Mio. Euro in 17 Projekte, die bereits alle in Umsetzung seien.

Aber auch die Wohnbauinitiative der BIG-Tochter Austrian Real Estate (ARE) sorge für starkes Wachstum, heißt es in der Unternehmensmitteilung weiters. Deren Tochtergesellschaft ARE Development habe zahlreiche Projektgesellschaften zur Schaffung neuen Wohnraums gegründet.

Für 2017 rechnet die BIG mit einer "anhaltend positiven Branchenentwicklung" und in weiterer Folge auch mit zufriedenstellenden Geschäften. Insbesondere die Nachfrage nach Wohnimmobilien bleibe voraussichtlich weiterhin stark. Doch auch aus dem Bildungsbereich kommen den Angaben zufolge starke Impulse: Heuer werde das derzeit größte Bauprojekt der BIG, der Med Campus der Medizinischen Universität Graz, fertiggestellt. Das nächste universitäre Großprojekt, das Biologiezentrum der Universität Wien in St. Marx, sei bereits in Planung. Im Unternehmensbereich Schulen werde das Bildungsquartier Aspern finalisiert. (APA, 10.4.2017)

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