"Yooka-Laylee": Spiritueller "Banjo Kazooie"-Nachfolger spaltet die Kritiker

    10. April 2017, 11:08
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    Fachpresse liefert komplett gegensätzliche Meinungen zum 3D-Platformer

    Die Blütezeit der 3D-Platformer ist längst Vergangenheit. Außer "Super Mario" hüpfen heute nicht mehr viele knuffige Helden durch Polygonwelten. Für Nostalgiker gab es in den letzte Jahren dennoch den einen oder anderen Grund zur Freude: Neben Nintendos Bestsellern beglückte Spieler unter anderem das ausgezeichnete Remake von "Ratchet & Clank". Mit großer Spannung wurde zudem die großteils über Fans finanzierte Umsetzung des spirituellen "Banjo Kazooie"-Nachfolgers "Yooka-Laylee". Das von einem Team ehemaliger Rare-Entwickler zum Leben erweckte Projekt erscheint nun am 11. April im Handel. Bei den Kritikern der Fachpresse ruft "Yooka-Laylee" mit und trotz einer großen Portion Nostalgie gemischte Gefühle hervor.

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    Ein Kindheitstraum wird wahr oder zerplatzt: Wir spielen "Yooka-Laylee"

    Rettung der Literatur

    Spieler übernehmen darin die Rolle des tierischen Heldenduos und müssen versuchen, in fünf bunten und offenen Welten den Plan der Bösewichte Capital B und Dr. Quack zu durchkreuzen, sämtliche Bücher der Welt zu beschlagnahmen. Ganz im Sinne der alten Rare-Spiele gilt es zahlreiche Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen, Rätsel zu knacken, Minispiele wie Rennen zu absolvieren und mehr oder weniger schaurige Gegner zu bezwingen. Um neue Levels und Passagen freizuschalten, gilt es goldene Buchseiten zu sammeln, zudem wurden hunderte Federn versteckt, die zur Aktivierung neuer Fähigkeiten dienen.

    Was dem Spiel fehle, so die Kritiker, sei einerseits der Feinschliff der populären "Banjo Kazooie"-Teile und andererseits der Mut zur Innovation. Wie stark sich diese Schwachpunkte auf das persönliche Gesamterlebnis auswirken, darüber scheiden sich die Geister.

    Gegensätzliche Meinungen

    "Ärgerliche Kameraprobleme und ein altmodisches Leveldesign sind gegenwärtig, aber die Momente der Freude und Befriedigund machen diese Schwächen wett", meint beispielsweise die Seite GameInformer. "Es fühlt sich an, als wäre es Jahre her, dass ich so etwas wie 'Yooka-Laylee' gespielt habe. Das ist ein Spiel, das für Leute kreiert wurde, die mit Wertschätzung auf die Klassiker zurückblicken denen es entsprungen ist und in dieser Hinsicht macht es alles richtig."

    Anders sieht das Polygon, das angestaubte Gameplay-Mechaniken kritisiert. "'Yooka-Laylee' sieht aus wie ein aktualisierter Platformer, aber manche seiner Mechaniken hätten in der Zeit gelassen werden sollen, aus der sie stammen. Es gab einen Grund, weshalb wir auf modernen Plattformen nicht mehr Spiele wie 'Banjo Kazooie' gesehen haben. Die Spielideen sind sehr spezifisch für eine Gameplay-Ära, von der wir uns weiterentwickelt haben."

    Noch Leben in sich

    Die Seite IGN glaubt dennoch, dass es noch ein Publikum für diese Art von Spielen gibt. "'Yooka-Laylee' enthält alle Einzelteile für eine unterhaltsame Reise zurück in die Zeit der 64-Bit-Ära. Die Charaktere sind charmant und witzig, das Repertoire an Fertigkeiten breit gefächert und vier der fünf Spielwelten machen Spaß, entdeckt zu werden. Wenngleich dem Spiel das Herz und der Feinschliff seiner Vorgänger fehlt, ist es eine gute Erinnerung daran, dass dieses totgeglaubte Genre noch immer etwas Leben in sich trägt." (zw, 10.4.2017)

    "Yooka-Laylee" erscheint am 11. April ab 6 Jahren für PC, PlayStation 4 und Xbox One. UVP: 39,99 Euro.

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      bild: yooka-laylee
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