Forscher fanden präkolumbische Siedlung in Buenos Aires

10. April 2017, 07:00
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Tonscherben und Überreste von hölzernen Bauwerken weisen auf Jäger-und-Sammler-Gesellschaft hin

Buenos Aires – Archäologen haben in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eine präkolumbische Siedlung entdeckt. Bei Ausgrabungen nahe der Autorennstrecke seien Tonscherben, Pfeile und Reste hölzerner Bauwerke zu Tage gefördert worden, berichtete die Zeitung "Clarín" in der Nacht auf Sonntag (zahlreiche Bilder gibt es hier). Im 12. und 13. Jahrhundert hätten dort Jäger und Sammler gelebt.

"Das ändert die Geschichte"

"Das ist die wichtigste archäologische Entdeckung in der Stadt", sagte der Direktor für urbane Archäologie an der Universität von Buenos Aires, Daniel Schávelzon. "Dass wir diese prähispanische Siedlung unter Buenos Aires gefunden haben, ändert die Geschichte."

Buenos Aires wurde 1536 von dem spanischen Konquistador Pedro de Mendoza gegründet. In der Anfangszeit wurde die Stadt immer wieder von Indios angegriffen und vorübergehend sogar aufgegeben. Im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Ländern leben heute nur noch sehr wenige Indigene in Argentinien. (APA, red, 10.4.2017)

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