Kommender Meister: Salzburg schlägt Sturm

Video9. April 2017, 18:47
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Grazer verlieren Hit in Salzburg trotz starker Defensive 0:1. Freistoß von Radosevic bringt Entscheidung

Salzburg – 34. Spielminute: Fabian Koch wird gefeiert, der Grazer hat ein Tor verhindert. 56. Spielminute: Josip Radosevic wird gefeiert, der Salzburger hat ein Tor erzielt. In diesen zwei Szenen zeigte sich im Schlager der 28. Fußballrunde, worauf es den beiden Teams am Sonntag angekommen ist. Letztlich blieb es vor immerhin 13.000 Zusehern beim 1:0 für den regierenden und kommenden Meister. Salzburg hat zwölf Punkte Vorsprung auf Altach, den ersten, nun ja, Verfolger und exakt doppelt so viele Punkte wie Rapid. Doch das nur nebenbei.

Salzburg behielt gegen den "Angstgegner", der zwei der vier Saisonduelle gewinnen konnte, kühlen Kopf und holte den dritten Sieg en suite. Insgesamt ist man seit 14 Partien bzw. 27. November 2016 ohne Pflichtspielniederlage.

Sturm offensiv nicht vorhanden

Im Schlager der Runde tat sich Salzburg vier Tage nach dem mühsamen Cup-Viertelfinale gegen Kapfenberg aber lange Zeit schwer. Die Fünferkette der Gäste mit dem 17-jährigen BL-Debütant Dario Maresic machte den "Bullen" das Leben nicht leicht. Trotz klarer Ballbesitz-Dominanz konnten sich die Hausherren vor 14.000 Zuschauern vorerst kaum nennenswerte Chancen erarbeiten. Vielmehr war es Sturms Deni Alar, der aus gut 17 Metern am Tor vorbeischoss (7.) – womit die gefährlichen Aktionen der Gäste vor dem Seitenwechsel aber auch schon aufgezählt wären.

Nach einer guten halben Stunde wurde Salzburg dann brandgefährlich: Dem zentral und allein auf Christian Gratzei zulaufenen Laimer schien das 1:0 nicht mehr zu nehmen. Doch der plötzlich herauseilende Goalie bewog Laimer noch zum Querpass, den Koch schließlich in höchster Not vor Hwang Hee-chan klärte (35.). Die Gastgeber erhöhten den Druck vor der Pause weiter: Gratzei war gegen Hwang mit den Fingerspitzen zur Stelle (44.), Lazaro segelte nach schöner Vorarbeit von Stefan Lainer mit dem Kopf nur knapp an der Hereingabe vorbei (45.+1).

Hektik

Valon Berisha eröffnete die zweite Hälfte mit einem Flachschuss vorbei am Tor (52.), wenig später rollte ein brandgefährlicher Stanglpass von Valentino Lazaro durch den Strafraum, blieb aber ohne Folge. Kurz darauf war es dann soweit: Ein direkter Radosevic-Freistoß schlug im Grazer Tor ein, sowohl Gratzei als auch die Mauer der Blackys machten dabei keine gute Figur.

20 Minuten vor dem Ende löste Foda die Fünferkette auf, brachte Sascha Horvath und Philipp Huspek. Der Erfolg war überschaubar, vielmehr hatte Hwang mit einem Stangenschuss die beste Chance auf die endgültige Entscheidung. Abgesehen von Kopfbällen durch Alar (49.) und Philipp Zulechner (89.) brachte Sturm bis zur 90. Minute keine Bälle auf den gegnerischen Kasten. Dann allerdings prüfte Huspek den bis dahin unterbeschäftigen Alexander Walke mit einem wuchtigen Schuss aus wenigen Metern. Mit Rot für Stefan Hierländer, der dem Salzburger Wanderson absichtlich auf das Knie trat, endete die Partie emotional geladen. (red, APA, 9.4.2017)

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Bundesliga-Kick, 28. Runde

Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 1:0 (0:0). Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 13.982, SR Schörgenhofer

Tor: 1:0 (56.) Radosevic (Freistoß)

Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Wisdom, Ulmer – Radosevic, V. Berisha (92. Haidara) – Lainer, Laimer (73. Schlager), Lazaro – Hwang (84. Wanderson)

Sturm: Gratzei – Koch, Maresic (70. Horvath), Spendlhofer, Lykogiannis, Potzmann – Atik (78. Zulechner), Hierländer, Piesinger, Schmerböck (70. P. Huspek) – Alar

Gelbe Karten: Haidara bzw. Hierländer, Atik, Koch

Rote Karte: Hierländer (94., Tätlichkeit)

  • Stimmen:

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Diese Mannschaft mit diesem Trainer hat uns alles abverlangt. Ich musste alle zehn Minuten nach Lösungen suchen. Gerade in der ersten Hälfte musste ich viele taktische Änderungen vornehmen. Das Spiel war sehr ausgeglichen, aufgrund der besseren Chancen haben wir uns den Sieg aber verdient."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Ich habe Salzburg vor dem Spiel zur Meisterschaft gratuliert und nach dem Spiel erst recht. Sie haben nun einmal große Qualität. Vor allem offensiv und defensiv stehen sie sehr kompakt und lassen im Prinzip keine Chance zu. Meine Mannschaft hat das neue System heute gut ausgefüllt. Bis zum Tor haben wir wenige Chancen zugelassen, hatten zu Beginn die Chance von Alar. Für uns war es schwierig, durchzukommen. Am Ende habe ich dann umgestellt. Salzburg war ganz einfach um den einen Tick besser."

  • Salzburg darf den Sekt schon einkühlen.
    foto: apa/krug

    Salzburg darf den Sekt schon einkühlen.

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