US-Flugzeugträgergruppe auf Weg zur Koreanischen Halbinsel

9. April 2017, 08:20
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Konflikt um nordkoreanisches Atomprogramm spitzt sich zu. Telefonat mit Tokio

Washington/Pjöngjang – Angesichts der wachsenden Spannungen wegen Nordkoreas Raketen- und Atomwaffenprogramm verlegen die USA einen Marine-Kampfverband in die Region. Ein Flugzeugträger und weitere Kriegsschiffe würden von Singapur aus in den westlichen Pazifik in Richtung der koreanischen Halbinsel fahren, sagte ein US-Regierungsvertreter am Samstag zu Reuters. Dies sei auch eine Demonstration der Stärke. "Wir haben das Gefühl, dass eine verstärkte Präsenz nötig ist", sagte der Regierungsvertreter. Die Marine teilte lediglich mit, dass der Flottenverband "Carl Vinson" den Westpazifik ansteuere und nicht wie zunächst geplant nach Australien verlegt werde.

Vorsichtsmaßnahme

Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion zu stärken, sagte ein Sprecher der US-Armee. Die größte Bedrohung in der Region stelle Nordkorea durch sein "rücksichtsloses, unverantwortliches und destabilisierendes" Raketen- und Atomprogramm dar.

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

Druck auf Nordkorea

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf Pjöngjang erhöhe. Nordkorea wiederum hatte gedroht, zu einem "erbarmungslosen Schlag" bereit zu sein, falls das Land von den USA provoziert werde.

Japan versicherte Trump unterdessen erneut eine enge Zusammenarbeit im Konflikt mit Nordkorea. Während eines 45-minütigen Telefonats hätten er und der US-Präsident die Wichtigkeit einer engen Koordination bekräftigt, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Sonntag laut japanischen Medienberichten. (APA, Reuters, 8.4.2017)

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