Festnahme nach Fund von "bombenähnlichem Gegenstand" in Oslo

9. April 2017, 08:09
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Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Norwegen seit Stockholm-Attentat

Oslo – Die norwegische Polizei hat im Zentrum der Hauptstadt Oslo nach eigenen Angaben einen "bombenähnlichen Gegenstand" gefunden. Das teilten die Behörden laut Nachrichtenagentur Reuters am Samstagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Demnach wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Der verdächtige Gegenstand, der in einem Plastiksackerl gelegen hatte, war am späten Samstagabend nahe dem Zentrum der norwegischen Hauptstadt entdeckt worden. Eine Spezialeinheit rückte daraufhin aus und sprengte den Gegenstand kontrolliert, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete.

"Es scheint, als hätte der Gegenstand nur geringen Schaden anrichten können (...) wir warten auf weitere Ermittlungen", so die Polizei später. Die Gegend um den Fundort wurde Medienberichten zufolge weiträumig abgesperrt.

"Die Bombengruppe ist wieder vor Ort, um den Effekt der Detonation zu prüfen und zu sehen, ob mehr getan werden muss, bevor wir die Absperrungen aufheben können", sagte ein Polizeisprecher der Agentur. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben des norwegischen Rundfunks keine Gefahr. Einen Mann, der den Gegenstand zuvor bei sich gehabt haben könnte, nahm die Polizei zur Befragung mit auf die Wache.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Nach dem mutmaßlichen Anschlag mit einem Lastwagen in der Hauptstadt des Nachbarlands Schweden mit mehreren Toten hat auch Norwegen seine Sicherheitsvorkehrungen erhöht. In den größten Städten des Landes und am Flughafen von Oslo tragen Polizisten nun Schusswaffen. (APA, 9.4.2017)

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