Messerattacke in deutschem Zug: Kein terroristischer Hintergrund

8. April 2017, 08:11
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Stark alkoholisierter Niederländer attackierte Briten in ICE

Aschaffenburg – In einem deutschen ICE-Zug hat ein Mann einen anderen Fahrgast mit einem Messer attackiert und verletzt. Der stark alkoholisierte Angreifer wurde am Freitagabend bei Aschaffenburg (Bayern) durch mehrere Polizisten und Soldaten, die zufällig in dem Zug saßen, überwältigt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein politischer oder terroristischer Hintergrund könne ausgeschlossen werden.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich laut den Ermittlern um einen 43-jährigen Niederländer. Er attackierte das Opfer, einen 27-jährigen Briten, nach ersten Erkenntnissen grundlos mit einem Messer. Die beiden Männer hätten sich nicht gekannt.

Der Angreifer sollte am Samstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Nach derzeitigem Stand werde von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen.

Keine Lebensgefahr

Der 27-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Behörden vom Freitagabend besteht keine Lebensgefahr. Der 43-Jährige klagte den Angaben zufolge nach seiner Festnahme über gesundheitliche Probleme und kam ebenfalls zur Behandlung in eine Klinik. Danach sollte er in eine Haftzelle gebracht werden.

Der Zug war auf dem Weg von München nach Dortmund. Als er im Aschaffenburger Hauptbahnhof ankam, wurde der Mann festgenommen. Die anderen Fahrgäste konnten den Zug verlassen. Unmittelbare Zeugen wurden befragt. Der leere ICE und das betreffende Gleis waren für mehrere Stunden bis etwa 22.00 Uhr gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Über den Angriff hatte zuvor das "Main-Echo" berichtet. (APA, 8.4.2017)

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