Austria gegen St. Pölten "unter Zugzwang"

7. April 2017, 15:17
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Wiener wollen mit Blick auf zweiten Platz zweiten Heimsieg 2017 landen. Fink beruhigt: "Es kommt alles wieder zurück"

Wien – Nach drei Niederlagen en suite startet die Wiener Austria angeschlagen ins letzte Saisonviertel der Fußball-Bundesliga. Gegen die Admira setzte es in den vergangenen Tagen sowohl in der Liga, als auch im Cup-Viertelfinale empfindliche Rückschläge. Im dritten Heimauftritt binnen acht Tagen wartet am Samstag (18.30 Uhr) nun der SKN St. Pölten auf die Violetten.

Die Austria benötigt einen Sieg, um im Rennen um den anvisierten zweiten Tabellenrang nicht ins Hintertreffen zu geraten. Im Dreikampf mit Altach und Sturm Graz – das Trio liegt innerhalb von zwei Zählern – sind die Favoritner derzeit die Jäger. Sollte Altach in Wolfsberg bzw. Sturm in Salzburg schwächeln, wäre die Austria bei einem Dreier wieder erster Salzburg-Verfolger.

"Wir stehen natürlich unter Zugzwang, müssen gewinnen, um unsere Ziele zu erreichen", betonte Trainer Thorsten Fink. Die jüngsten Rückschläge würden die Aufgabe gegen St. Pölten nicht leichter machen: "Aber es ist eine, die lösbar ist."

Fink und der Optimismus

0:5 in Salzburg, 0:2 und 1:2 gegen die Admira – dass die Austria im Moment eine "schwierige Phase" durchläuft, ist Fink klar. All zu sehr versteifen wollte sich der Deutsche darauf aber nicht. "Dass das zwischendurch passiert, ist normal. Wir sind zwei Punkte hinter dem Zweiten, es kann sich schnell ändern", wiegelte der Austria-Coach ab. "Es kommt alles wieder zurück, daran muss man glauben."

Immerhin hält die Austria nach 27 Runden bei einem Zähler mehr als zu diesem Zeitpunkt in der Vorsaison. Fink ("Wir werden unsere Ziele erreichen") ist nach wie vor felsenfest davon überzeugt, dass die anvisierte Qualifikation für die Europa League gelingen wird. Dazu müsste aber auch zu Hause wieder Zählbares herausschauen. Von den fünf Heimspielen im Frühjahr in Liga und Cup hat die Austria nur eines, 3:0 gegen den WAC, gewonnen.

Insgesamt halten die Wiener nach sieben Runden im neuen Jahr bei zehn Zählern und damit bei genauso vielen wie St. Pölten. Die Niederösterreicher wollen im Happel-Stadion ihrerseits den Abstand auf Ried zumindest halten. Fünf Zähler beträgt der Vorsprung des Tabellenachten auf das Schlusslicht. Die Rieder sind Samstag im Innviertel gegen Rapid im Einsatz.

Fallmann: "Müssen kompakter werden"

Gemeinsam hat St. Pölten mit der Austria auch, dass der Mittwoch-Einsatz im Cup-Viertelfinale verloren ging. Nach dem 1:3 gegen Rapid schied man laut Trainer Jochen Fallmann verdient aus. "Das ist abgehakt. Es war definitiv so, dass wir im Zweikampfverhalten zu wenig kompromisslos waren. Wir müssen kompakter werden", meinte der SKN-Trainer.

Zwingender in den Aktionen nach vorne will sich St. Pölten in Wien präsentieren. Ein knappes Spiel wie in den bisherigen Saisonduellen soll es aus Sicht des Aufsteigers werden. "Solange es eine enge Partie bleibt, sind wir im Spiel", erkannte Fallmann. Dass die Austria vier ihrer fünf Tore gegen St. Pölten nach Standardsituationen schoss, habe man im Training angesprochen.

Im Tor der St. Pöltner wird wieder Christoph Riegler stehen, bis auf Christopher Drazan (Trainingsrückstand) sind bei den "Wölfen" alle Akteure fit. Bei der Austria fällt Felipe Pires mit einer Knöchelverletzung aus. Der Brasilianer dürfte auch im Auswärtsspiel in Mattersburg in der kommenden Woche fehlen. (APA, 7. 4. 2017)

Mögliche Aufstellungen:

FK Austria Wien – SKN St. Pölten (Wien, Ernst-Happel-Stadion, 18.30 Uhr, SR Heiß). Bisherige Saisonergebnisse: 2:1 (a), 2:1 (h), 1:2 (a).

Austria: Hadzikic – Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko – Serbest, Holzhauser – Venuto, Grünwald, Tajouri – Kayode

Ersatz: Pentz – Mohammed, Salamon, De Paula, Prokop, Kvasina, Friesenbichler

Es fehlen: Pires (Sprunggelenksverletzung), Almer (nach Kreuz- und Seitenbandriss), Borkovic (Muskelbündelriss Oberschenkel)

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Diallo, Mehremic – Ambichl, Perchtold – Dieng, Thürauer, Korkmaz – Doumbouya

Ersatz: Vollnhofer – Petrovic, Pirvulescu, Grasegger, Schütz, Martic, Hartl, Luckassen

Es fehlt: Drazan (Trainingsrückstand)

  • Die Austria holte im Frühjahr nur zehn von 21 möglichen Punkten.
    apa/expa/alexander forst

    Die Austria holte im Frühjahr nur zehn von 21 möglichen Punkten.

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