Google weitet Einsatz von Faktencheck-Label aus

7. April 2017, 12:32
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Label auch für Medienunternehmen und Verlage verfügbar

Google wird künftig verstärkt auf Hintergrundberichte hinweisen, in denen Medienunternehmen oder Verlage die Faktenlage bei strittigen Themen überprüfen. Das Faktencheck-Label werde von sofort an nicht nur bei Google News eingesetzt, sondern auch auf die Google-Suche ausgeweitet.

Außerdem sei das Label nun für Medienunternehmen und Verlage weltweit verfügbar, teilten Justin Kosslyn von dem Google-Thinktank Jigsaw und Cong Yu, Wissenschaftler bei Google Research, am Freitag in einem Blogbeitrag mit.

"Und leider sind nicht alle Inhalte korrekt oder wahr"

Jede Minute würden tausende neue Artikel online veröffentlicht, eine Menge an Inhalten, die wohl die meisten Nutzer überfordere, heißt es in dem Blogpost. "Und leider sind nicht alle Inhalte korrekt oder wahr, es fällt den Menschen daher oft schwer, Fakten von Fiktion zu unterscheiden." Deshalb habe Google im Oktober 2016 zusammen mit Jigsaw in einigen Ländern das "Faktencheck-Label" eingeführt, mit dem Medienunternehmen und Verlage ihre entsprechenden Artikel in Google News kennzeichnen könnten. Nach Auswertung der Rückmeldungen von Nutzern und Medienhäusern wolle man diese Funktion nun erweitern.

"Mark-up der Schema.org ClaimReview"

Bei einer Google-Suche, für deren Ergebnisse ein Faktencheck durchgeführt wurde, wird dies auf der Seite der Suchergebnisse entsprechend angezeigt. In dem betreffenden Fenster sehen die Anwender dann, um welche Behauptung es geht, von wem sie stammt, und ob eine seriöse Quelle die Informationen verifiziert oder widerlegt hat.

Verlage und Medienunternehmen, die den Faktencheck nutzen möchten, müssen bei der Veröffentlichung ihrer Faktencheck-Artikel ein bestimmtes technisches Format ("Mark-up der Schema.org ClaimReview") auf den Seiten verwenden, auf denen sie öffentliche Aussagen überprüfen. Generell kämen nur Medien für die Nutzung in Frage, die auf Basis von Algorithmen als seriöse Informationsquellen eingeschätzt werden. (APA, 7.4. 2017)

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    foto: apa
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