Chip-Produzent X-Fab absolvierte Börsendebüt mit Schwierigkeiten

    6. April 2017, 18:12
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    Erfurter Chip-Fertiger startete mit Anlaufproblemen am Pariser Kapitalmarkt

    Der deutsche Halbleiter-Auftragsfertiger X-Fab ist mit Anlaufschwierigkeiten an der Pariser Börse gestartet. Die Aktien, die zu acht Euro am unteren Ende der Preisspanne ausgegeben worden waren, sackten beim Börsendebüt zunächst bis auf 7,80 Euro ab, erholten sich am später und lagen am Nachmittag bei 8,17 Euro.

    Die Erfurter X-Fab nimmt mit dem Börsengang an der Euronext bis zu 440 Mio. Euro ein. 250 Mio. Euro davon gehen an X-Fab selbst, die damit Investitionen finanzieren und die Bilanz stärken will. Vorstandschef Rudi De Winter liebäugelt auch mit Übernahmen. Zwei der drei Großaktionäre von X-Fab nutzen den Börsengang dazu, sich ganz oder teilweise zurückzuziehen.

    Bewertung

    Das Unternehmen wird zum Ausgabepreis mit 1,05 Mrd. Euro bewertet. Für X-Fab war es der zweite Anlauf an die Börse: der erste – damals an der Frankfurter Börse – war vor 13 Jahren gescheitert. Sogenannte "Foundries" wie X-Fab produzieren Chips für Hersteller, die das selbst nicht tun können oder wollen. X-Fab hat sich auf Halbleiter für die Autobranche, die Industrie und die Medizintechnik spezialisiert. (APA, 6.4.2017)

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    X-Fab

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