Filmbösewichte und ihre Hautprobleme

6. April 2017, 17:53
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US-Forscher kamen auf Basis eines sehr kleinen Samples zu dermatologischen und moralischen Befunden

foto: foto:warner bros. pictures/ap/dap
Eindeutig ein Fall von Haarausfall: Lord Voldemort.

Galveston – Hollywood tendiert dazu, Hautkrankheiten in einen moralischen Kontext zu stellen: Zu diesem Befund kamen texanische Forscher im Fachmagazin "JAMA Dermatology", nachdem sie klassische Filmbösewichte dermatologisch untersucht hatten.

Anders als der Großteil der Helden litten die Schurken nämlich unter verschiedensten Hautproblemen. Besonders verbreitet waren Narben, Falten, Warzen und periorbitale Hyperpigmentation (auf Deutsch: Augenringe). Die Nummer 1 unter den Befunden allerdings lautete Haarausfall.

Die bösen 10

Als Untersuchungssample dienten unter anderem Darth Vader, Hannibal Lecter, die Hexe des Westens aus "Der Zauberer von Oz" und die böse Königin aus der 1938er-Version von "Schneewittchen". Was auch gleich zum Hauptproblem der Studie führt: Ihr Sample ist viel zu klein. Das Team um Julia Croley von der University of Galveston zog nur die Top Ten der Filmschurken und -helden aus der "100 Greatest Heroes and Villains List" des American Film Institute heran.

Ihr Befund, dass derartige Darstellungen Vorurteile gegenüber "dermatologischen Minderheiten" verbreiten oder festigen würden, mag intuitiv richtig klingen. Aber bei der nächsten Untersuchung könnten es wenigstens die Top 100 sein. (red, 6. 4. 2017)

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