Vorwurf der Betriebsspionage: Ermittlungen gegen Skidata eingestellt

6. April 2017, 14:07
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Nach Anzeige von Konkurrenzfirma: Staatsanwaltschaft sah bereits zum zweiten Mal keinen Grund für weitere Strafverfolgung

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat Anfang der Woche ihre Ermittlungen gegen die auf Zutrittssysteme spezialisierte Skidata AG zum zweiten Mal eingestellt. Nach einer Anzeige der Konkurrenzfirma Axess AG wegen Betriebsspionage sah die Behörde nach Nachforschungen bereits im vergangenen Herbst keinen Grund mehr für eine weitere Strafverfolgung. Axess beantragte aber eine Fortführung des Verfahrens.

Das Landesgericht ordnete daraufhin Mitte Jänner 2017 neue Ermittlungen an. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Robert Holzleitner, am Donnerstag der APA bestätigte, wurden die Ermittlungen mit 3. April aber erneut eingestellt. "Es besteht jedoch die Möglichkeit, einen neuerlichen Fortführungsantrag zu stellen." Die Salzburger Axess AG hatte im Vorjahr Anzeige erstattet und Skidata auf eine Million Euro Schadenersatz geklagt. Demnach soll das Unternehmen von den IT-Servern von Axess Kundendaten ausgespäht haben.

Stets in Abrede gestellt

Skidata hatte die Vorwürfe stets in Abrede gestellt. Man habe weder Betriebsgeheimnisse entwendet noch in geschäftsschädigender Weise verwendet. Außerdem seien die Informationen bei Kunden-Reports im Axess-System weder verschlüsselt noch passwortgeschützt gewesen. Die Daten seien öffentlich im Internet verfügbar gewesen, man habe den Konkurrenten lediglich auf diese Sicherheitslücke aufmerksam machen wollen.

In einer Aussendung teilte Skidata am Donnerstag mit, dass die vom Konkurrenten ins Leben gerufene Anzeigenflut mit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft in sich zusammengebrochen sei. "Weder erfolgte ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, noch griff Skidata in gerichtlich strafbarer Weise auf ein fremdes Computersystem zu und schon gar nicht wurden Daten ins Ausland weitergegeben", so das Unternehmen. (APA, 6.4. 2017)

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