Olivenbäume stehen Bau von Gaspipeline in Italien im Weg

6. April 2017, 13:55
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Die geplante Pipeline ist Teil des 40 Milliarden Dollar schweren südlichen Gaskorridors

Mailand – Ein Gericht in Italien hat die Umsetzung von Olivenbäumen gestoppt, die einer strategisch wichtigen Gas-Pipeline im Weg stehen. Damit könnte der Bau der Transadriatischen Pipeline (TAP) weiter verzögert werden. Das Gericht in der Region Apulien hob auf Antrag der Regionalregierung eine Erlaubnis auf, die es dem Betreiber ermöglicht hatte, die betroffenen Bäume umzupflanzen, wie aus Gerichtsunterlagen vom Donnerstag hervorgeht.

Nach Angaben des Pipeline-Unternehmens sollten mit der Umsetzung die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden. Geplant war, die Bäume auszugraben, zwischenzulagern und nach Abschluss der Arbeiten wieder an ihrem ursprünglichen Standort einzupflanzen.

Die geplante Pipeline ist Teil des 40 Milliarden Dollar schweren südlichen Gaskorridors. Sie soll ab 2020 zehn Milliarden Kubikmeter Gas von Aserbaidschan nach Europa bringen, ihr Endpunkt ist die Kleinstadt San Foca in Apulien. Doch die Stadtverwaltung und die Regionalbehörden lehnen die vorgeschlagene Trasse ab. (Reuters, 6.4.2017)

  • Symbolbild Oliven
    foto: afp/ jorge guerrero

    Symbolbild Oliven

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