Verlorener Teil des ISS-Schutzschilds wird bald verglühen

6. April 2017, 13:30
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Bodenkontrolle verfolgt die Bahn des neuen Stücks Weltraummüll

Moskau – Bei Arbeiten an der Außenwand der Internationalen Raumstation (ISS) ist ein Teil des Schutzschilds im All verloren gegangen. Bei einem Außeneinsatz in der vergangenen Woche wollten die US-Astronauten Peggy Whitson und Shane Kimbrough vier solcher Teilstücke anbringen, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA mit. Dabei sei es zu dem Vorfall gekommen.

Bitte schweben Sie weiter, es besteht keine Gefahr

Der Schild soll die Station vor einschlagenden Mikrometeoriten schützen. Ein solcher Verlust sei wegen der Schwierigkeiten eines Außeneinsatzes nicht unerwartet, sagte Holger Krag von der ESA. Zu möglichen Folgen für die ISS durch den Verlust des Schilds teilte die Organisation nichts mit. Es habe aber keine Gefahr für die Crew bestanden.

Das verlorene Stück misst 1,6 x 0,6 Meter und ist etwa acht Kilogramm schwer. Es wird laut ESA und NASA in einigen Wochen in die Erdatmosphäre eintreten und dabei verglühen. Damit es in der Zeit bis dahin nicht der ISS zu nahe kommt, wird seine Bahn genau mitverfolgt – das ist sogar von der Erde aus möglich.

Veteranin

Mit ihrem achten Außeneinsatz im All ist Whitson inzwischen zur Frau mit den meisten Arbeitsmissionen im freien Weltraum geworden. Wie nun bekannt wurde, soll die 57-Jährige drei Monate länger als bisher geplant im All bleiben. Eigentlich hätte sie im Juni zurückkehren sollen. (APA, red, 6. 4. 2017)

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