Philippinen schicken Soldaten auf umstrittene Spratly-Inseln

6. April 2017, 11:26
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Duterte: "Errichtet Strukturen dort und hisst die philippinische Flagge!" – Auch China und andere Staaten beanspruchen die Inseln im Südchinesischen Meer

Manila – Die Philippinen entsenden Soldaten auf von ihnen beanspruchten Inseln und Riffe im Südchinesischen Meer. "Ich habe angeordnet, dass die Armee sie alle besetzt", sagte Präsident Rodrigo Duterte am Donnerstag bei einem Truppenbesuch auf der Insel Palawan, die in der Nähe der von mehreren Anrainerstaaten beanspruchten Spratly-Inseln liegt.

Seine Regierung erhebe Anspruch auf "neun oder zehn" Inseln und Riffe des Archipels und wolle nun ein deutliches Zeichen setzen. "Es scheint, als ob alle nach den Inseln dort greifen, daher sollten wir auf denen leben, die noch vakant sind", sagte Duterte. "Errichtet Strukturen dort und hisst die philippinische Flagge!"

Der philippinische Staatschef geht damit auf Konfrontationskurs zur chinesischen Regierung, die fast das gesamte Südchinesische Meer für sich beansprucht. In dem Gebiet um die Spratly-Inseln ließ China künstliche Inseln aufschütten und errichtete zivile und militärische Einrichtungen. (APA, 6.4.2017)

  • Ein philippinischer Soldat auf Pagasa im Jahr 2015 – eine der vielen umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer.
    foto: reuters/ritchie b. tongo

    Ein philippinischer Soldat auf Pagasa im Jahr 2015 – eine der vielen umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer.

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    grafik: apa
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