2017 bereits 600 Menschen im Mittelmeer ertrunken

6. April 2017, 10:39
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34.000 im Rahmen der Marinemission "Sophia" gerettet – 14 Prozent der eingetroffenen Migranten unbegleitete Minderjährige

Rom – Seit Anfang 2017 sind bereits 600 Flüchtlinge bei Reisen über das Mittelmeer nach Europa ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 5.000, wie der Kommandant der EU-Marinemission "Sophia", Enrico Credendino, in einer Rede vor dem Parlament am Donnerstag in Rom berichtete. Im Rahmen der Mission seien 34.000 Menschen gerettet worden.

90 Prozent der Migranten, die nach Europa gelangen, würden über das Mittelmeer eintreffen, nur zehn Prozent über die Balkanroute. Die meisten Migranten stammten aus Eritrea, Ägypten, Gambia und Nigeria.

13 Prozent weibliche Flüchtlinge

14 Prozent der Flüchtlinge, die in Italien 2016 eingetroffen sind, sind demnach unbegleitete Minderjährige. Frauen machen 13 Prozent aller Migranten aus, die nach Überfahrten über das Mittelmeer in Italien eintreffen. "Ihre Lage ist schrecklich. Diese Frauen wissen, dass sie sehr wahrscheinlich während der Reise vergewaltigt werden, entscheiden sich jedoch trotzdem für die Fahrt", berichtete Credendino.

Im Rahmen der Mission wurden 109 mutmaßliche Schlepper festgenommen. 414 Schiffe im Besitz der Menschenhändler seien konfisziert worden. Die Marinemission "Sophia" erlaubt EU-Kräften, Schiffe im Verdachtsfall anzuhalten, zu durchsuchen und zu beschlagnahmen. (APA, 6.4.2017)

  • 13 Prozent der Menschen, die über das Mittelmeer flüchten und in Italien eintreffen, sind Frauen, 14 Prozent sind unbegleitete Flüchtlinge.
    foto: apa/afp/andreas solaro

    13 Prozent der Menschen, die über das Mittelmeer flüchten und in Italien eintreffen, sind Frauen, 14 Prozent sind unbegleitete Flüchtlinge.

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