Grazer Amokfahrer: OGH wies Nichtigkeitsbeschwerde zurück

    6. April 2017, 10:24
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    Alen R. bleibt als "zurechnungsfähig" eingestuft – Verhandlung über Strafhöhe noch ausständig

    Wien/Graz – Der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien hat am Mittwoch in einer nicht öffentlichen Sitzung entschieden, dass die Nichtigkeitsbeschwerde der Verteidigerin des Grazer Amokfahrers zurückgewiesen wird. Damit bleibt Alen R. zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Über die Strafhöhe wird in den kommenden Monaten am OLG Wien noch verhandelt.

    Der OGH bestätigte Medienberichte, wonach die Nichtigkeitsbeschwerde von Anwältin Liane Hirschbrich zurückgewiesen wurde. Damit bleibt es bei der Entscheidung der Geschworenen, die Alen R. für zurechnungsfähig und schuldig hielten. Der Akt geht nun an das Oberlandesgericht Wien, denn in Graz hatten sich die Juristen für befangen erklärt. Spätestens im Frühsommer sollte dann auch über die Strafhöhe in einer Berufungsverhandlung entschieden sein.

    Alen R. hatte am 20. Juni 2015 in der Grazer Innenstadt drei Menschen mit seinem Geländewagen getötet sowie in 108 Fällen einen Mordversuch verübt. Er war deswegen von einem Geschworenengericht in Graz zu lebenslanger Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt worden. Seine Anwältin hatte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung eingereicht. (APA, 6.4.2017)

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