Concordia-Preis geht an inhaftierte JournalistInnen in der Türkei

6. April 2017, 09:51
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Profil-Journalistin Edith Meinhart erhält den Preis in der Kategorie Menschenrechte. Peter Huemer wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Wien – Der diesjährige Concordia-Preis für Presse- und Informationsfreiheit geht an alle inhaftierten Journalistinnen und Journalisten der Türkei. Damit setzt die Jury des Presseclubs unter dem Vorsitz von Heide Schmidt ein deutliches Zeichen der Solidarität für die 150 Meidenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die derzeit in der Türkei in Haft sind. Das Preisgeld wird an einen Fonds zur Unterstützung der Inhaftierten bzw. deren Familien übergeben werden.

Der Concordia Publizistikpreis in der Kategorie Menschenrechte geht an die Profil-Journalistin Edith Meinhart. Meinhart sei "ein journalistischer Leuchtturm in der Berichterstattung über Menschenrechte und deren vielfache Verletzungen", steht in der Begründung der Jury.

Erstmals wurde eine explizite "lobende Erwähnung" in dieser Kategorie für den deutschen Stern-Journalisten Felix Hutt beschlossen, der ein Jahr nach dem Auffinden der zu Tode gekommenen Geflüchteten in einem Lkw in Parndorf ein ungemein eindringliches Feature mit dem schlichten Titel "71 Leben" geschrieben hat.

Mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk zeichnet die Concordia Peter Huemer aus. Dieser sei "Zeit seines Lebens für unabhängigen Journalismus und gegen jede Art von politischem Einfluss im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingetreten", begründet die Jury.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, dem 3. Mai 2017, um 17 Uhr im Parlament statt. (red, 6.4.2017)

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