Rasenballsport Leipzig kommt Champions League immer näher

5. April 2017, 22:14
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Red Bull siegt in Mainz auch dank Sabitzer-Treffers 3:2 und sichert Platz zwei ab – Lebenszeichen von Ingolstadt mit Erfolg im Abstiegsderby bei Ausburg

Mainz – RB Leipzig marschiert mit Riesenschritten Richtung Champions League. Zum Abschluss der englischen Woche gewann der Neuling am 27. Spieltag der deutschen Bundesliga 3:2 (0:0) beim FSV Mainz und hielt damit das drittplatzierte 1899 Hoffenheim auf Distanz. Leipzig weist nach seinem 17. Saisonsieg 55 Punkte auf und liegt damit zehn Zähler hinter dem souveränen Tabellenführer Bayern München.

Dagegen musste Hertha BSC im Kampf um einen Europacup-Platz einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Die Berliner kassierten in Mönchengladbach eine 0:1 (0:1)-Niederlage und blieben im siebenten Auswärtsspiel in Folge ohne Punkt. Die Gladbacher rückten bis auf vier Punkte an die Hertha heran, die mit 40 Zählern Platz sechs belegt.

38 Punkte weist Freiburg nach dem 1:0 (0:0) beim VfL Wolfsburg auf, der im fünften Spiel unter Trainer Andries Jonker die erste Niederlage kassierte. Mit 30 Punkten hängt Wolfsburg weiter im Tabellenkeller fest. Für Freiburg traf Florian Niederlechner (78.) zum elften Saisonsieg und wohl auch zum Klassenerhalt.

Schlusslicht Darmstadt kann nach einer 0:2 (0:1)-Niederlage gegen Bayer Leverkusen schon für die zweite Liga planen, der ebenfalls schon totgesagte FC Ingolstadt gab dagegen mit einem 3:2 (2:0) im Kellerduell beim FC Augsburg ein Lebenszeichen von sich und verkürzte den Rückstand auf den vom Gegner belegten Relegationsplatz auf vier Punkte. Den Führungstreffer der Ingolstädter durch Sonny Kittel (24.) legte der junge Österreicher Kevin Danso unglücklich per Kopf auf. Danso spielte in der Augsburger Dreierkette rechts ebenso durch wie auf der anderen Seite Martin Hinteregger.

In Mainz trafen Marcel Sabitzer (48.), Timo Werner (52.) und Naby Keita (81.) für Leipzig. Jairo Samperio (69., Foulelfmeter) machte die Partie zwischenzeitlich ebenso noch einmal spannend wie am Ende Yoshinori Muto (90.+1). Die Mainzer, bei denen Trainer Martin Schmidt um seinen Job bangen muss, verloren in der 89. Minute zudem Jean-Philippe Gbamin durch eine rote Karte. Sportchef Rouven Schröder gab Schmidt allerdings zumindest für das Spiel am Samstag eine Jobgarantie: "Martin wird in Freiburg unser Trainer sein."

Jubeln durfte dagegen Tayfun Korkut, der im fünften Anlauf seinen ersten Sieg als Leverkusen-Trainer feierte. Julian Brandt (15.) und Kevin Volland (56.) trafen, Bayer darf mit zumindest einem Auge noch Richtung Europa League schielen. Julian Baumgartlinger war über 90 Minuten im Einsatz.

Mainz willig und besser

Die 26.400 Zuschauer in Mainz sahen zu Beginn engagierte Gastgeber, die den Ernst der Lage offenbar erkannt hatten. Der FSV ging hohes Tempo, Gbamin sorgte in der siebenten Minute per Freistoß zum ersten Mal für Gefahr. Auch danach bestimmten die Mainzer das Geschehen. Levin Öztunali hatte die Führung auf dem Fuß, wurde aber abgeblockt (12.). In der 21. Minute hätte Bojan Krkic dann eigentlich die Mainzer Führung erzielen müssen, das frühere Wunderkind schob den Ball aber neben das Tor. Drei Minuten später nahm erneut Gbamin aus der Distanz Maß – der abgefälschte Schuss strich knapp am Pfosten vorbei.

Die Leipziger wurden erst nach einer knappen halben Stunde stärker, Yussuf Poulsen sorgte bei einem Konter für einen Hauch von Gefahr (27.). Diese etwas bessere Phase der Gäste dauerte allerdings nicht lange an, der FSV übernahm wieder das Kommando – Öztunali konnte eine weitere Möglichkeit nicht nutzen (34.). Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl reagierte noch vor der Pause und brachte den offensiven Timo Werner für den von einem Platzverweis bedrohten Innenverteidiger Dayot Upamecano (41.).

Tore, die man nicht schießt ...

Nach dem Seitenwechsel kam es, wie es kommen musste – Mainz' mangelhafte Chancenverwertung wurde durch Sabitzers siebentes Saisontor betraft. Kurz darauf erhöhte Werner mit seinem 15. Saisontreffer auf 2:0, Leipzig hatte nun alles weitgehend im Griff.

Das änderte sich erst, als Diego Demme den Mainzer Giulio Donati im Strafraum zu Fall brachte und Samperio den verhängten Penalty einhängte. In der 73. Minute hätte der eingewechselte Japaner Muto fast den Ausgleich erzielt, sein Kopfball landete an der Außenstange. Neben Sabitzer spielte auch Stefan Ilsanker aufseiten der Sieger durch.

Hasenhüttl: "Ich bin sehr froh, dass wir dieses sehr hitzige und enge Spiel für uns entscheiden konnten. Es war sehr schwer gegen einen Gegner, der ums Überleben kämpft."(sid, red, 5.4.2017)

  • Marcel Sabitzer steuerte in Mainz einen Leipziger Treffer bei.
    foto: reuters/pfaffenbach

    Marcel Sabitzer steuerte in Mainz einen Leipziger Treffer bei.

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