G20-Wirtschaftsführer fordern "Internetzugang für alle"

5. April 2017, 18:21
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Mangel an einem angemessenem und erschwinglichen Zugang eine der größeren Problemstellen

Wirtschaftsführer und Verbände aus den großen Industrie- und Schwellenländern fordern den Abbau von Hindernissen für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die digitale Entwicklung biete Chancen für soziale und wirtschaftliche Fortschritte sowie Wachstum der Länder, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung einer Wirtschaftsinitiative (B20) innerhalb der G20, die Reuters am Mittwoch vorlag. Es gebe beispiellose Möglichkeiten. Allerdings gebe es noch einige Barrieren wie vielerorts der Mangel an Internet.

Breitband eine Grundvoraussetzung

"Der Mangel an einem angemessenem und erschwinglichen Zugang zum Internet ist eine der größeren Problemstellen, wenn es um Entwicklung und breite Teilhabe in ärmeren Ländern geht", erklärten die Unterzeichner einen Tag vor einem Treffen der für die Digitalisierung zuständigen Minister der G20 in Düsseldorf. Auch in wohlhabenden Staaten gebe es hier noch Probleme. Eine bezahlbare und qualitativ gute Breitband-Versorgung sei aber eine Grundvoraussetzung für eine effektive Nutzung von digitalen Technologien. Das Ziel müsse daher heißen: "Internetzugang für alle".

Um die Geschäftswelt und die Menschen besser auf die digitale Wirtschaft und ihre Erfordernisse vorzubereiten und einzustellen, fordern die B20-Wirtschaftsführer eine enge Zusammenarbeit von Politik und privater Wirtschaft. Zudem sei eine internationale Kooperation unumgänglich, etwa bei Datensicherheit und grenzüberschreitenden Daten-Fluss.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen Allianz -Chef Oliver Bäte, BASF-Chef Kurt Bock, Deutsche-Bank-Chef John Cryan, BDI-Präsident Dieter Kempf sowie Alibaba-Chairman Jack Ma und der Chef der Enel Gruppe, Francesco Starace. (Reuters, 5.4.2017)

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