Wie hat Ihnen "Ghost in the Shell" gefallen?

Umfrage10. April 2017, 13:00
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Die Realverfilmung des japanischen Kult-Mangas mit Scarlett Johansson sorgte bereits im Vorfeld für Aufregung

In diesen Tagen kam "Ghost in the Shell" in die Kinos. Die Geschichte ist jedoch schon fast dreißig Jahre alt und wurde erstmals 1989 als Manga veröffentlicht. Die Handlung: "Major", ein Cyborg mit menschlichem Geist arbeitet im Japan des Jahres 2029 für eine Eliteeinheit im Kampf gegen Cyberterrorismus. Doch ihre eigene menschliche Vergangenheit spielt eine zunehmend wichtige Rolle und stellt ihre Realität in Frage.

Die Erwartungen waren hoch, schließlich hat die Geschichte eine breite Fanbase. Doch was im Vorfeld für Aufregung gesorgt hat, war der Vorwurf des "Whitewashing". Die Besetzung mit Scarlett Johansson in einer japanischen Rolle ergebe keinen Sinn und sei typisch für Hollywoods traditionelle Diskriminierung asiatischer Schauspieler. Eine Petition, die Rolle neu mit einer Schauspielerin asiatischer Herkunft zu besetzen, bekam mehr als 100.000 Unterschriften. Mittlerweile hat auch "Paramount Pictures" das Problem eingesehen – die Schwierigkeit sei darin gelegen, das Originalmaterial zu respektieren und gleichzeitig einen Film für ein breites Publikum zu produzieren. Dass die Kontroverse dem Film geschadet hat, ist auch an den Kinokassen ersichtlich – mit einer Einspielsumme von 19 Millionen US-Dollar Umsatz am ersten Wochenende blieb er weit hinter den kommerziellen Erwartungen zurück.

Was sagen die Kritiker?

"Die Beschränkung dieses Films liegt in seiner Engstirnigkeit, die in dieser Hinsicht seit Jahrzehnten ausgetretenen Pfade nicht zu verlassen. Der Idee von der Verschmelzung von menschlichem Geist und künstlichem Körper, von humaner Intelligenz und Androidentechnologie weiß dieser Film wenig hinzuzufügen.", heißt es in der STANDARD-Kritik. Überhaupt nicht begeistert ist "Die Zeit". Juliette Binoche und Scarlett Johansson seien zu "Handlungsschubsen degradiert" worden und auch Michael Pitt in der Rolle des vermeintlichen Bösewichts darf nur "ein paar rambohafte Dumpfbackenhaikus" aufsagen. "All shell, no ghost" sei ein naheliegeneder Wortwitz, aber er passe in diesem Fall, so der "Rolling Stone". Der Konsens auf "Rotten Tomatoes" lautet: "Visuell gut umgesetzt, und auch Scarlett Johanssons schauspielerische Leistung überzeugt, doch leider fehlt dem Film die Magie des Originals."

Was sagen Sie?

Wie hat Ihnen der Film gefallen? Wo stehen Sie in der Besetzungs-Kontroverse? Wird der Film dem Original gerecht? (aan, 10.4.2017)

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