Von der Leyen: Bei Cyber-Angriffen auch Offensivverteidigung

    5. April 2017, 16:02
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    2017 bereits 280.000 Angriffe auf Bundeswehr-Rechner

    Die deutsche Bundeswehr darf sich nach Ansicht von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Falle einer Cyber-Attacke auch offensiv verteidigen. "Wenn die Netze der Bundeswehr angegriffen werden, dann dürfen wir uns auch wehren", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Bonn laut Redemanuskript bei der Eröffnung des neuen Kommandos Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr.

    Cyberkommando mit 260 Soldaten

    "Sobald ein Angriff die Funktions- und Einsatzfähigkeit der Streitkräfte gefährdet, dürfen wir uns auch offensiv verteidigen." Im Inland würden andere staatliche Institutionen einbezogen. "In den Auslandseinsätzen ist die Lage klar: Hier bestimmen die Bundestagsmandate die Möglichkeiten – und Grenzen. Das gilt selbstverständlich auch für den Cyberraum." Hintergrund ist die Forderung etwa des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels, dass das Parlament auch bei Cyber-Konflikten die Zustimmung zu Einsätzen geben müsse. Von der Leyen sagte zu, dass offene rechtliche Fragen mit anderen Ressorts geklärt werden sollten.

    Dem Cyberkommando in Bonn werden zunächst 260 Soldaten angehören. Bis 2021 sollen ihm nach und nach weitere 13.500 Soldaten und 1.500 zivile Mitarbeiter unterstellt werden. Eine ihrer Hauptaufgaben wird der Betrieb und Schutz der Bundeswehr-IT sein, die zu den größten Computernetzen in Deutschland zählt und damit staatliche wie private Hacker anzieht. Allein in den ersten zwei Monaten 2017 seien die Bundeswehr-Rechner mehr als 280.000 Mal Ziel von Cyber-Attacken gewesen, sagte die Verteidigungsministerin. (Reuters/APA, 5.4.2017)

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