"Mindgamers": Kutten und Kittel

5. April 2017, 15:14
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Dass die US-österreichische Co-Produktion eine Geschichte erzählen will, kann man bestenfalls nur ahnen

"Der Geist ist die Domäne Gottes", meint einer der Elitestudenten, die mithilfe eines Quantencomputers die Gehirne von Menschen vernetzen wollen. "Wir haben der Welt gerade ein neues Wurmloch geschaffen", sagt ein anderer, als das Experiment zu gelingen scheint. "Die Gläubigen sind geflohen", erklärt ein Priester seine Versuche in den Verliesen des Vatikans.

foto: warner bros.
Rette sich, wer kann: Tom Payne entflieht dem Campus.

Irgendwie sind schon wieder alle dabei, jene üblichen Verdächtigen, von denen man glaubt, dass sie in einem solchen Film unabkömmlich seien. Die Kutten- und Kittelträger, die Fortschritt und Frieden predigen und dabei der Welt doch nur Böses wollen. Womit eigentlich von Anfang an schon alles gesagt ist.

Dass Mindgamers mit diesen Dan-Brown-Versatzstücken dennoch eine Geschichte erzählen will, kann man bestenfalls nur ahnen. Sam Neill hat sich in diesen Film von Andrew Goth verirrt, Tom Payne gibt den Anführer der Jungakademiker, und weil es sich um eine US-österreichische Co-Produktion aus dem Red Bull Media House handelt, hat Ursula Strauss drei kurze Auftritte und einen Fluchtweg.

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Als wirres Konglomerat aus Ideen, die es nicht zu einem sinnvollen Drehbuch geschafft haben, sorgt Mindgamers für Verwirrung. So bleibt vor allem das Bibelzitat in Erinnerung, mit dem dieser Film eröffnet: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." (pek, 5.4.2017)

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