LASK über Grödig ins Halbfinale

4. April 2017, 22:29
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Linzer schlagen Regionalligist nach solider zweiter Halbzeit

Grödig – Der LASK ist am Dienstag als erstes Team ins Halbfinale des ÖFB-Cups eingezogen. Der überlegene Tabellenführer der Ersten Liga setzte sich beim Regionalliga-West-Spitzenreiter SV Grödig nach Problemen in der ersten Hälfte noch verdient 3:0 (0:0) durch. Am Mittwoch folgen die Duelle Austria gegen Admira Wacker, Titelverteidiger Salzburg gegen Kapfenberg und St. Pölten gegen Rapid.

Die Treffer vor 1.260 Zuschauern im Goldberg-Stadion gelangen Rajko Rep (64.), Dimitry Imbongo (88.) und Fabiano (91.). Ein deutlich stärkerer Auftritt nach der Pause wurde somit belohnt.

In den ersten 45 Minuten war dagegen keinerlei Klassenunterschied erkennbar. Die Grödiger waren sehr gut eingestellt, wurden in der Abwehr vom wiedergenesenen Markus Berger gut dirigiert, präsentierten sich zweikampfstark und zudem auch durchaus mutig im Spiel nach vorne. Eine schnelle Führung lag in der Luft, Matthias Öttl scheiterte aus guter Position an LASK-Tormann Pavao Pervan (6.). Die Gäste wurden nur einmal halbwegs gefährlich, einen Weitschuss von Miesenböck parierte Routinier Hans Peter Berger im unorthodox mit dem Fuß (20.).

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Oberösterreicher einen Gang höher, Berger konnte das 0:1 mit einem Reflex bei einem leicht per Kopf verlängerten Michorl-Freistoß noch verhindern (62.). Zwei Minuten später musste der 35-Jährige hinter sich greifen, gegen einen Rep-Volley nach Ranftl-Hereingabe war er machtlos. Rep (66.).

In der Schlussphase münzten die Linzer ihre Überlegenheit noch in das 2:0 von Imbongo (88.) und das 3:0 von Fabiano (91.) um. Die Linzer schalteten damit den vierten Regionalligisten in Folge aus und bauten ihre ungeschlagene Pflichtspielserie auf 13 Partien (12 Siege, 1 Remis) aus. (APA, red, 4.4.2017)

ÖFB-Cup-Viertelfinale, Dienstag

SV Grödig – LASK 0:3 (0:0)
Goldberg-Stadion, 1.260 Zuschauer, SR Eisner

Torfolge:
0:1 (64.) Rep
0:2 (88.) Imbongo
0:3 (91.) Fabiano

Grödig: H. P. Berger – Kircher, M. Berger, Jutric, Switil (88. Feiser) – Ünal (13. M. Wallner), Gruber (71. Schmidt), Strobl, Öttl, Pichler – Jukic

LASK: Pervan – Ranftl, Ramsebner, Luckeneder, Otavio (81. Ullmann) – Miesenböck (71. Imbongo), Erdogan, Michorl, Rep – Fabiano, Gartler

Gelbe Karten: Jutric, Kircher, Öttl bzw. keine

Stimmen:

Andreas Fötschl (Grödig-Trainer): "Von der Einstellung, vom Läuferischen und Kämpferischen kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber gegen so eine Klasse-Mannschaft reicht es eben nicht, wenn man eine der Chancen nicht nutzt. Wir haben den LASK aber gefordert und können erhobenen Hauptes den Cup verlassen."

Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Grödig war genauso wie erwartet – kompakt und aggressiv und hat die Räume sehr eng gemacht. Mit der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden, wir haben alles gemacht, worauf Grödig gelauert hat. In der Pause haben wir das korrigiert. Am Ende war das 3:0 zu hoch. Wir freuen uns riesig, dass wir im Halbfinale stehen. Wer dort der Gegner ist, ist mir völlig egal."

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