20 Jahre Computerführerschein: Jeder Zwölfte hat Programm absolviert

4. April 2017, 14:13
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Laut Österreichischer Computer Gesellschaft nur in Großbritannien und Italien mehr Teilnehmer – Einsatz vor allem in der Lehre, beim AMS und an Schulen

In Österreich hat jeder Zwölfte am Programm des Europäischen Computerführerscheins (European Computer Driving Licence, kurz ECDL) teilgenommen, nur in Großbritannien und Italien waren es mehr. Das hat die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG), die das europäische Zertifikat hierzulande eingeführt hat, am Dienstag bei einer Veranstaltung zu 20 Jahren Computerführerschein bekanntgegeben.

536.000 ECDL-Zertifikate in Österreich

Mit Ende März wurden insgesamt 536.000 ECDL-Zertifikate in Österreich vergeben, wobei jeder Computerführerschein aus einem fixen Teil und unterschiedlichen Wahl-Modulen besteht. Kernelement des Programms ist der Umgang mit den wichtigsten Anwenderprogrammen etwa zu Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationserstellung und ein grundlegendes Verständnis zu Computer- und Online-Grundlagen sowie IT-Sicherheit. Die auf europäischer Ebene und mit der Wirtschaft abgestimmten Inhalte werden dabei stets aktualisiert, derzeit wird etwa an aktuellen Modulen zum Programmieren, Digital Marketing und Datenschutz gearbeitet.

In Österreich wird der Computerführerschein laut Computer Gesellschaft speziell in der Lehrlingsausbildung gerne eingesetzt, auch das AMS nutzt den ECDL für Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitsuchenden. Außerdem haben seit 1997 rund 183.000 Schüler ein ECDL-Zertifikat erhalten. Geht es nach der Computer Gesellschaft, muss Informatik in der Schule allerdings künftig noch mehr Platz eingeräumt werden als in der Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums vorgesehen. Es brauche nicht nur adäquate Aus- und Weiterbildung der Lehrer sowie entsprechende Lehr- und Lernmaterialien: "Wir wünschen uns auch verpflichtenden Informatik-Unterricht in allen Schulstufen", so OCG-Vorstandsmitglied Gerald Futschek von der Technischen Universität Wien in der Aussendung. (APA, 4.4.2017)

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