Jobangebote: Deutsche Behörden finden keine Hacker

4. April 2017, 13:24
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Zahlreiche Planstellen laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" nach wie vor unbesetzt

Die deutschen Behörden tun sich schwer damit, Hacker zu rekrutieren. Das Bundesamt für Verfassungsschutz suchte in den vergangenen drei Jahren rund 150 IT-Spezialisten. "Viele der Stellen sind bis heute vakant", berichtet die Süddeutsche Zeitung. Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) hat ein "ernsthaftes Problem" bei der Personalsuche, heißt es. Dazu kommen noch die Landesbehörden für Verfassungsschutz, die ebenfalls ihre Cyberfähigkeiten verstärken wollen.

Miese Stimmung

Verschärft wird die Situation durch die Etablierung einer neuen "Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich" (Zitis). Diese soll als "Codeknacker" fungieren und andere Behörden "bedienen". Nach wie vor fehlen ihr jedoch Mitarbeiter. Zitis soll neben der Suche am Jobmarkt auch von anderen deutschen Behörden Hacker abwerben dürfen, was für Verstimmung bei den Diensten sorgt.

Auch in Österreich will das Bundesheer seine Cyberfähigkeiten verstärken und neues Personal anstellen. Der Konkurrenzkampf mit der Privatwirtschaft ist groß. Der STANDARD hatte vergangenes Wochenende berichtet, dass Hacker der zentralen Bundesheer-Abteilung Milcert etwa auf Karriereplattformen wie Xing und LinkedIn vertreten sind. (red, 4.4.2017)

  • Der deutsche Verfassungsschutz sucht "händeringend" nach Hackern
    foto: apa/dpa/berg

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