"3" schafft bei 19 Tarifen Roamingmöglichkeit komplett ab

4. April 2017, 12:33
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Reaktion auf die EU-Roamingverordnung, die Mitte Juni in Kraft tritt

Der Handynetzbetreiber "3" zieht die Notbremse. Er informiert Kunden derzeit darüber, dass bei insgesamt 19 Datentarifen Roaming ab dem 16. Juni nicht mehr möglich ist. Dafür werden bestehende Verträge geändert, Konsumenten können ein Sonderkündigungsrecht nutzen. Betroffen sind ausschließlich Flatrate-Tarife.

Reaktion auf die EU-Roamingverordnung

Mit diesem Schritt reagiert "3" auf die EU-Roamingverordnung, die im Juni in Kraft tritt und für viele Kunden das Ende der ungeliebten Gebühren beim Surfen und Telefonieren im Ausland bringt. Allerdings bringt die Regelung auch fixe Preise für die Datennutzung im Ausland. Und die können zu einem Problem werden. So müssen Mobilfunker für ein GB Daten ab Juni 7,7 Euro auf den Tisch legen. Danach sinkt der Preis jährlich weiter ab, bis 2022 das GB dann nur mehr 2,5 Euro kostet. Damit "3" nicht kräftig draufzahlen muss, wenn Kunden ihre Flatrate-Datentarife um 20 Euro pro Monat im EU-Ausland nutzen, werden nun eben die Verträge geändert.

Neue Tarife ohne Roaming

Neben "3" haben auch andere Mobilfunker bereits reagiert. Sie haben in den letzten Monaten Tarife ohne Roamingmöglichkeit auf den Markt gebracht. (sum, 4.4. 2017)

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