LTE Report: Das schnellste Netz Österreichs gibt es in Niederösterreich

4. April 2017, 11:48
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Samstags im Schnitt um 10 Prozent weniger Leistung als am Montag

Das Online-Vergleichsportal Tarife.at hat die LTE-Durchschnittsgeschwindigkeiten in Österreich gemessen und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Demnach hat hat Ernsthofen mit 90 Mbit/s im Durchschnitt das schnellste mobile Internet des Landes. Das durchschnittlich langsamste 4G-Netz Österreichs haben – laut der Messung – die Orte Söchau, Übersbach, Neuried und weitere im Postleitzahlenbereich 8362 in der Steiermark. Hier lag die jemals gemessene Höchstgeschwindigkeit bei 83,4 Mbit/s, die durchschnittliche (Median) allerdings bei lediglich 5,2 Mbit/s.

150 Mbit/s in 1.682 Gemeinden

Tarife.at hat 150.000 Messungen von LTE-Nutzern, die auf tarife.at sowie bei der RTR analysiert. Von den 1.682 Gemeinden, in denen ausreichend Messungen durchgeführt wurden, erreichten 81 (4,8 Prozent) auch Spitzengeschwindigkeiten von mindestens 150 Mbit/s. Dazu gehören vor allem die größeren Städte. Geschwindigkeiten von zumindest 100 Mbit/s wurden in 790 Gemeinden (46,96 Prozent) gemessen. 1.114 Gemeinden (66,2 Prozent) weisen eine durchschnittliche Geschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s auf.

Die Messungen zeigen, dass die Grenzregionen deutlich schlechter versorgt sind als die zentraler gelegenen Ortschaften. Vor allem in den Grenzgebieten Richtung Tschechien und Italien werden üblicherweise geringe Geschwindigkeiten erreicht. Dagegen verfügen die Grenzräume Richtung Lichtenstein und Schweiz über eine außerordentlich hohe Netzqualität.

Samstag im Schnitt um 10 Prozent weniger Leistung als am Montag

Während die durchschnittlichen Geschwindigkeiten über alle Anbieter hinweg unter der Woche sehr stabil sind (Schwankungen von +- 5 Prozent), erreichen Kunden am Samstag im Schnitt um 10 Prozent weniger Leistung als am Montag. Am Sonntag sind es sogar 17,7 Prozent weniger als montags. In Kärnten fällt das "Sonntagsphänomen" mit nur -7,17 Prozent am schwächsten aus. Am stärksten fallen sonntags die Geschwindigkeiten in Oberösterreich (22,5 Prozent weniger) ab. Wien liegt mit 14 Prozent leicht unter dem Durchschnitt.

Die höchste durchschnittliche Geschwindigkeit ist tagesunabhängig gegen fünf Uhr morgens zu erreichen. (red, 4.4. 2017)

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Tarife

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    foto: apa
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