Somalische Piraten kaperten indisches Schiff

3. April 2017, 17:52
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Elfköpfige Besatzung als Geiseln

Mogadischu – Somalische Piraten haben vor der jemenitischen Insel Sokotra im Indischen Ozean ein Schiff gekapert. Sie sollen die elfköpfige Besatzung als Geiseln genommen haben, wie John Steed von der Organisation Oceans Beyond Piracy am Montag sagte. Das Schiff unter indischer Flagge sei demnach am Samstag von den Piraten angegriffen worden.

Die indische Schifffahrtbehörde bestätigte den Vorfall. Es soll sich um ein kleineres Segelschiff gehandelt haben, wie Sprecherin Neeeta Prasad sagte. Genauere Angaben zur Besatzung oder möglichen Lösegeldverhandlungen machte sie keine. Die Antipiraterie-Einheit der Europäischen Union (EUNAVFOR) bestätigte den Vorfall zunächst nicht.

Mitte März war erstmals seit fünf Jahren ein Frachtschiff vor der Küste Somalias gekapert worden. Die achtköpfige Besatzung der "Aris 13" kam unverletzt frei. In den vergangenen Jahren hätten die aus Sicherheitsgründen bewaffnete Besatzungen die als gefährlich eingestufte Nähe zur Küste Somalias gemieden, erklärte Steed. (APA, 3.4.2017)

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