Pflanzenpollen sind auch noch in Höhen über 2.000 Meter zu finden

4. April 2017, 05:30
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Pollen und Pilzsporen sind höher verbreitet als gedacht, zeigt eine neue Studie in Scientific Reports

München – Pflanzenpollen und Pilzsporen finden sich auch in Höhen über 2.000 Meter. Das berichten Forscher des Helmholtz-Zentrums und der Technischen Universität München gemeinsam mit griechischen Kollegen im Fachblatt "Scientific Reports". Der Befund widerlege den weit verbreiteten Mythos, dass solche Allergenträger vor allem dort vorkommen, wo sie freigesetzt werden – nämlich in der Nähe des Bodens.

Die Pollenkonzentrationen werden heute hauptsächlich in dicht bevölkerten städtischen Gegenden gemessen. Dadurch können sich auch Allergiker auf entsprechende Belastungen besser einstellen. Die Forscher untersuchten nun, welche Pollen wie oft in unterschiedlichen Höhenlagen vorkommen. Dazu sammelten sie Luftproben – sowohl auf Höhe des Meeresspiegels als auch mit Hilfe eines Flugzeugs in Höhen von bis zu 2.000 Metern.

Auch in 2.000 Metern Höhe fanden sich demnach zahlreiche Luftallergene, vor allem Pollen von Kiefern- und Eichengewächsen. Die Erforschung dieser "Pollenwolken" könnte nach Einschätzung der Forscher wichtige Erkenntnisse für die künftige Diagnostik und Prävention allergischer Erkrankungen in dicht besiedelten Gegenden bringen. Zudem könnte dies Konsequenzen für künftige Pollenvorhersagen haben. "Denkbar wäre zum Beispiel ein Frühwarnsystem mit Drohnen", sagte Koautorin Claudia Traidl-Hoffmann. (APA, 4.4.2017)

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