Julian Turner erhält diesjährigen Kapsch Contemporary Art Prize

3. April 2017, 11:55
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Auszeichnung mit 5.000 Euro sowie einer Einzelschau im mumok dotiert

Wien – Der Künstler Julian Turner erhält den diesjährigen Kapsch Contemporary Art Prize. Die Auszeichnung, die heuer zum zweiten Mal vergeben wird, ist mit 5.000 Euro dotiert. Zudem erhält Turner eine Einzelausstellung im Wiener mumok, das den Preis gemeinsam mit der Kapsch Group ausrichtet. Diese wird außerdem ein Werk des Künstlers für die Sammlung des mumok erwerben.

"Lockerer Umgang mit Konventionen"

"Julian Turners multimediale Arbeiten überzeugen durch ihren lockeren wie souveränen Umgang mit den institutionellen Konventionen des Kunstbetriebes", wird die Jury am Montag in einer Aussendung zitiert. "Mit seiner Bar du Bois hat er ein kollaboratives, sich immer weiter entwickelndes Format kreiert, das mit der Doppelung von Kunst und funktionalen Objekten arbeitet und eine Art sozialer Infiltration des Ausstellungsraums unternimmt. Die visuell überzeugende, eingängige Formensprache eröffnet vielfältige Assoziationen und lotet die historischen Dimensionen seines Projekts aus."

Hamburger in Wien

Turner wurde 1985 in Hamburg geboren und studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er ist nach Anna-Sophie Berger der zweite Gewinner des Kapsch Contemporary Art Prize, der sich an Künstler mit Lebensmittelpunkt in Österreich richtet. Zur Jury gehörten neben mumok-Direktorin Karola Kraus und Kapsch-CEO Georg Kapsch auch Achim Hochdörfer, Direktor des Museums Brandhorst in München, Eva Kernbauer, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst Wien, sowie Sylvie Liska, Präsidentin des Vorstandes der Freunde der Secession. (APA, 3.4.2017)

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