Leichenfund in Tirol: Tote ist abgängige Mutter

3. April 2017, 12:54
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Bei Toten handelt es sich um abgängige zweifache Mutter – Laut Staatsanwaltschaft keine "offensichtliche äußere Merkmale von Gewalteinwirkung" – U-Haft über Tatverdächtigen beantragt

Kirchbichl/Wörgl – Nach dem Fund einer weiblichen Leiche am Samstag im Inn ist die Identität der Toten eindeutig geklärt: Es handelt sich um die seit Anfang Februar vermisste 26-jährige zweifache Mutter aus Wörgl, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der APA am Montag. "Offensichtliche äußere Merkmale von Gewalteinwirkung" hätten bei der Obduktion bis dato nicht festgestellt werden können.

Die Obduktion sei noch nicht zur Gänze abgeschlossen, unter anderem sei noch das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung ausständig, betonte der Sprecher. Da die Leiche aber offensichtlich acht Wochen im Wasser getrieben sei, könne es auch sein, dass man zu "keinem klaren Ergebnis" komme. Die Frau wurde unter anderem anhand der Kleidungsstücke sowie "individueller Tätowierungen" identifiziert.

U-Haft beantragt

Über den wegen Mordes tatverdächtigen nahen Angehörigen der serbischstämmigen Frau wurde unterdessen die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt. Über den Antrag soll am Dienstag entschieden werden. Der Mann war am Samstag, unmittelbar nach Auffinden der Leiche, erneut festgenommen worden. Wenige Tage zuvor war er wegen Wegfalls des dringenden Tatverdachts aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Die Leiche war am Samstag in Kirchbichl im Tiroler Unterland beim Rechen des dortigen Wasserkraftwerkes aus dem Inn gezogen worden. Die 26-Jährige war am 2. Februar nach der Arbeit nicht mehr nach Hause gekommen. Die Anklagebehörde ging davon aus, dass der Beschuldigte die Frau von der Arbeit abgeholt hatte. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch der Inn nach der zweifachen Mutter abgesucht. (APA, 3.4.2017)

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