"PES 2017": Fußballikone Maradona droht Konami mit Klage

3. April 2017, 09:57
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Spielestudio soll argentinische "Hand Gottes" ohne seine Zustimmung in das Spiel eingebaut haben

Die Lizenzierung von Originalinhalten für Fußballsimulationen ist eine teure und komplizierte Angelegenheit. Von individuellen Spielertattoos bis hin zu Logos, Dressen und Gesichtern gilt es, die Abmachungen im Detail zu regeln. Dabei müssen Verträge mit Verbänden, Vereinen und teilweise auch einzelnen Spielern abgeschlossen werden. Verstöße können kostspielige Folgen haben.

Konami, den Machern der "Pro Evolution Soccer"-Reihe, droht nun Ärger. Sie bieten in der aktuellen Version ihres Spiels, "PES 2017", auch manche Fußballstars aus vergangenen Tagen auf. Darunter findet sich auch die argentinische Kickerlegende Diego Maradona. Und der zeigt sich darüber nicht erfreut.

Anwalt wird tätig

"Ich habe gestern gehört, dass (…) Konami mein Bild für das Spiel ‚PES 2017‘ verwendet", schreibt er dazu in einem Facebook-Posting. "Mein Anwalt Matias Morla wird die angemessenen, rechtlichen Schritte setzen." Morla hat sich zu dem Fall auf Twitter geäußert. Er spricht von "illegaler Nutzung" des Antlitzes seines Mandanten.

Wie Engadget vermerkt, besteht aufgrund der komplizierten Rechtslage durchaus die Möglichkeit, dass Konami Maradona ins Spiel integriert hat, im Glauben, die Rechte tatsächlich zu besitzen. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Konami hat bislang keine Stellungnahme zu diesem Fall abgegeben.

Sollte sich herausstellen, dass Maradona widerrechtlich über den digitalen Rasen dribbelt, so bliebe den Entwicklern – abseits der Bezahlung einer Lizenzstrafe – nur die Wahl zwischen einem Nachkauf der Rechte oder der Entfernung der "Hand Gottes" mit einem Update. (red, 03.04.2017)

weedens
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