UNHCR startet wieder Rückkehrprogramm von Pakistan nach Afghanistan

3. April 2017, 08:05
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Damit beginnt am Montag erneut eine massive Migration in Richtung Afghanistan

Genf – Mit dem Ende des Winters nimmt das Flüchtlingswerk der Vereinen Nationen (UNHRC) in Pakistan sein Rückkehrerprogramm für afghanische Flüchtlinge wieder auf. Damit beginnt am Montag erneut eine massive Migration in Richtung Afghanistan, wo sich der Konflikt mit den radikalislamischen Taliban verschärft und die Armut wächst.

2017 erwarten UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) 750.000 bis eine Million Rückkehrer. Schon 2016 hatten mehr als 620.000 Afghanen Pakistan verlassen. Die unerwartete Rückwanderung ging vor allem auf Repressalien pakistanischer Sicherheitskräfte zurück. Das Verhältnis zwischen Pakistan und Afghanistan ist auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Unter anderem werfen sich die Regierungen die Unterstützung von Extremisten vor, die im jeweils anderen Land Anschläge verüben.

Pakistan hat fast vier Jahrzehnte lang Millionen von Afghanen beherbergt, die ab den 80er- und 90er-Jahren vor Krieg und Bürgerkrieg in Afghanistan geflohen waren.

Das UNHCR hilft Afghanen bei der Heimkehr, die in Pakistan offiziell als Flüchtlinge registriert waren. Die UN geben den Menschen auch etwas Bargeld. Die Summe wurde wegen Budgetproblemen aber jetzt von 400 Dollar auf 200 Dollar pro Person verringert. Die große Gruppe der nicht-registrierten Afghanen erhält keine Unterstützung. Helfer warnen angesichts der Massenbewegung vor einer humanitären Krise. (APA, 3.4.2017)

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