Nächster Dämpfer für kriselndes Rapid

2. April 2017, 13:32
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Grün-Weiß und Trainer Canadi nach 1:1 in St. Pölten mit steigendem Druck konfrontiert – Hoffen auf Rettungsanker Cup

St. Pölten – Rapids Misere in der Fußball-Bundesliga hat auch am Samstag ihre Fortsetzung gefunden. Der Tabellensiebente aus Wien-Hütteldorf erreichte auswärts gegen den achtplatzierten Aufsteiger SKN St. Pölten nur ein 1:1 und ist damit schon seit acht Runden sieglos. Die Chance zur Revanche bietet sich am Mittwoch wieder in der NV Arena, wo das Cup-Viertelfinale zwischen den beiden Klubs über die Bühne geht.

Der Pokal-Bewerb ist für Rapid die einzige Möglichkeit, doch noch in den Europacup zu kommen und damit eine verkorkste Saison noch halbwegs zu retten. In der Meisterschaft beträgt der Rückstand auf Rang vier, der eventuell zum Antreten in der Europa-League-Qualifikation berechtigt, neun Runden vor Schluss 16 Punkte.

Zwei Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen

Dazu beigetragen hat auch die dürftige Bilanz unter Trainer Damir Canadi. Seit seinem Amtsantritt brachte es Rapid in Pflichtspielen auf zwei Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen. Ein baldiger Trainerwechsel kann nicht ausgeschlossen werden, wie auch Canadi weiß. "Es ist klar, dass man bei Rapid in die Kritik kommt, wenn man viele Spiele nicht gewinnt", sagte der Wiener.

Jobgarantie für Canadi

Zumindest für die anstehende Partie gab es vom Geschäftsführer Sport Fredy Bickel aber eine Jobgarantie. Canadi werde am Mittwoch in St. Pölten "hundertprozentig" auf der Rapid-Bank sitzen, erklärte der Schweizer in einem Sky-Interview.

Sich abwendender Anhang

Zumindest bei den Fans scheint der Geduldsfaden langsam zu reißen. Der grün-weiße Anhang, der sich während des Spiels noch mit Unmutsäußerungen zurückhielt, legte nach dem Schlusspfiff keinen Wert auf eine Verabschiedung von den Spielern, was Stefan Schwab wenig verwunderte. "Wer uns heute noch zujubelt, dem muss man eh gratulieren", meinte der Mittelfeldspieler.

Auch Canadi zeigte Verständnis für die Fans. "Ich kann ihre Reaktion am Ende verstehen, denn die zweite Hälfte war nicht in Ordnung. Da hat man auch von der Körpersprache gesehen, dass meine Mannschaft nicht bereit ist", gab der Coach zu.

Etwas versöhnen könnte man die Anhänger mit einem Erfolg am Mittwoch und auch mit einem Auswärtssieg am Samstag gegen die SV Ried. Der Tabellenletzte aus dem Innviertel liegt derzeit acht Punkte hinter Rapid. (APA, 2.4.2017)

  • Giorgi Kvilitala am Boden, ein Sinnbild für den Zustand Rapids.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Giorgi Kvilitala am Boden, ein Sinnbild für den Zustand Rapids.

  • Der Anhang der Grün-Weißen hielt sich während der Partie mit Unmutsäußerungen zurück, auf eine Verabschiedung der Spieler wurde am Ende aber verzichtet.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Der Anhang der Grün-Weißen hielt sich während der Partie mit Unmutsäußerungen zurück, auf eine Verabschiedung der Spieler wurde am Ende aber verzichtet.

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