Fußball-Deutschland im Derbyfieber

31. März 2017, 16:11
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ÖFB-Duo Burgstaller/Schöpf empfängt mit Schalke Dortmund zum Revier-Derby – Bayern ohne Goalie Neuer gegen Augsburg

München – Titelverteidiger Bayern München startet am Samstag mit dem Heimspiel gegen FC Augsburg in den Liga-Monat, in dem sich der Alaba-Klub erneut die deutsche Fußball-Meisterschaft sichern könnte. Spielt die Konkurrenz mit, könnte es schon am Samstag nächster Woche soweit sein – also noch vor Ostern. Hinter den 13 Punkte voran liegenden Münchner geht es aber neun Runden vor Saisonende weitaus enger zu.

Die Bayern müssen im Bayern-Derby ohne den am linken Fuß operierten Manuel Neuer antreten. Seine Rückkehr ist für das Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid anvisiert. Bis dahin vertritt ihn Sven Ulreich. "Wir haben vollstes Vertrauen in ihn", sagte Coach Carlo Ancelotti über den Goalie. Bei Augsburg, im Mai 2015 in München siegreich, könnte der Island-Stürmer Alfred Finnbogason sein Comeback geben.

RB Leipzig hat zeitgleich (15.30 Uhr) daheim gegen Schlusslicht Darmstadt 98 eine gute Chance, nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge wieder voll anzuschreiben. Gelingt das der Truppe des steirischen Coaches Ralph Hasenhüttl und der ÖFB-Teamspieler Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer, wäre Schützenhilfe ihrer bei Schalke 04 engagierten Landsleute Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf zusätzlich hilfreich.

Revier-Derby auf Schalke

Denn die "Knappen" empfangen am Samstag in einem der Hits der 26. Runde Borussia Dortmund zum Revier-Derby. Der BVB liegt nur drei Zähler hinter Leipzig, muss aber auf den mit einer Achillessehnenblessur von den Länderspielen zurückgekommenen Andre Schürrle verzichten. Für die Schalker selbst geht es um den Sprung in die Europa League, von der sie als Neunte mit 33 Punkten noch ein Stückerl entfernt sind. Aktuell liegt Hertha Berlin als Fünfter (40) und Köln als Sechster (37) auf den EL-Rängen.

Die verbleibenden fünf Spiele haben verstärkte Bedeutung für den Kampf gegen den Abstieg. Dem HSV bietet sich daheim gegen den sechstplatzierten 1. FC Köln des Wiener Trainers Peter Stöger die Chance, sich nach dem Katastrophenstart in die Punktejagd aus der Abstiegszone zu entfernen. Da könnte es dann auch vorbei an Bremen gehen, Werder gastiert nur mit dem ÖFB-Duo Florian Grillitsch und Florian Kainz beim achtplatzierten SC Freiburg. Zlatko Junuzovic fällt hingegen aus. "Er hat sich einen grippalen Infekt zugezogen", erklärte Werder-Trainer Alexander Nouri am Freitag. "Wir hoffen, dass er Dienstag gegen Schalke wieder dabei sein kann." Mit Oberschenkelproblemen fällt auch DFB-Teamspieler Serge Gnabry aus.

Ungute Aufgabe für Fohlen

Selbst Mönchengladbach muss sich als Zehnter bei nur fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz noch nach unten orientieren. Mit dem Samstag-Gastspiel (18.30) bei der im Europa-Rennen engagierten Eintracht Frankfurt erwartet die Borussen keine leichte Aufgabe. Frankfurt-Coach Niko Kovac ist nach sechs Liga-Spielen ohne Sieg und wegen vieler Verletzter jedoch gewarnt: "Wir müssen höllisch aufpassen."

Am Sonntag ist für den Vorletzten Ingolstadt die Heimpartie gegen den Zwölften Mainz bei acht Punkten Rückstand auf den HSV so etwas wie die letzte Chance, um noch einmal Anschluss zu finden. Im Duell des Elften Leverkusen mit dem 15. Wolfsburg haben ebenso beide Teams dringend Punkte nötig. Bei den Leverkusenern fällt Kapitän Lars Bender wegen einer Sprunggelenksoperation für den Rest der Saison aus. (APA/dpa, 31.3.2017)

26. Runde der deutschen Bundesliga:

Samstag:
Bayern München (Alaba) – FC Augsburg (Hinteregger, Teigl, Danso), Schalke 04 (Burgstaller, Schöpf) – Borussia Dortmund, Hamburger SV (Gregoritsch) – 1. FC Köln (Trainer Stöger), SC Freiburg – Werder Bremen (Junuzovic, Grillitsch, F. Kainz), RB Leipzig (Ilsanker, Sabitzer, Trainer Hasenhüttl)- Darmstadt 98 (alle 15.30), Eintracht Frankfurt (Lindner) – Borussia Mönchengladbach (18.30)

Sonntag:
FC Ingolstadt (Suttner, Hinterseer) – FSV Mainz (Onisiwo/15.30), Bayer Leverkusen (Dragovic, Baumgartlinger, Özcan) – VfL Wolfsburg (17.30)

  • Artikelbild
    foto: ap/ martin meissner
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