Sturm will mit Sieg über WAC Europacupchancen wahren

31. März 2017, 16:27
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Foda: "Mutig und entschlossen nach vorne" – WAC-Kicker Standfest vor 500. Bundesligaeinsatz

Graz/Wolfsberg – Der Druck auf Sturm Graz bleibt hoch. Derzeit fehlen den Steirern, die schon in der Vorsaison einen Europacupplatz verpassten, zwei Punkte auf Platz drei, der ein internationales Ticket bedeuten würde. Im Heimspiel der 27. Bundesliga-Runde gegen den WAC am Samstag (18.30 Uhr) käme ein Sieg daher höchst gelegen. Die Kärntner wiederum könnten mit einem Erfolg bis auf Platz fünf vorstoßen.

Der zwei Spiele währende kleine Erfolgslauf von Sturm kam zuletzt beim 0:1 bei der Admira wieder zu einem Ende. In der Länderspielpause hatte Trainer Franco Foda nur einen verkleinerten Kreis von Kickern zur Verfügung, erst seit Mittwoch war man wieder komplett. Die Mittelfeldmänner James Jeggo (Muskelfaserriss), und Martin Ovenstad (erkrankt) werden aber auch gegen die Wolfsberger nicht zur Verfügung stehen.

Sturm auf WAC vorbereitet

"Ich erwarte den WAC sehr tief stehend, sie können mit langen Bällen gute Konter spielen", meinte Foda. "Darauf sind wir vorbereitet. Wir werden von der ersten Minute an alles investieren, um die drei Punkte einfahren zu können. Wir müssen mutig sein und entschlossen nach vorne spielen", forderte der 50-jährige Deutsche.

Sein Landsmann Baris Atik war überzeugt: "Wir haben gut gegen das Pressing des WAC trainiert." Zu seiner eigenen Zukunft äußerte sich der vom deutschen Bundesligist Hoffenheim bis Sommer ausgeliehene Offensivmann hingegen zurückhaltend. "Das kann ich noch nicht sagen, es hängt vom Hoffenheim ab und ob Sturm im Europacup spielt", meinte der 22-Jährige.

Die Statistik ist jedenfalls klar aufseiten der Grazer. Die blieben in den jüngsten sechs Duellen mit dem WAC ohne Gegentreffer und holten dabei fünf Siege sowie ein Remis. In den jüngsten neun Begegnungen gelang den Kärntnern überhaupt nur ein einziges Tor gegen Sturm, das reichte am 17. Mai 2015 immerhin zu einem 1:0-Heimsieg.

Wolfsberger ohne Torjäger Prosenik

Dem WAC hat wohl nicht nur das Last-Minute-1:0 über St. Pölten, sondern auch die zweiwöchige Pause gutgetan. Das davor gut gefüllte "Lazarett" ist fast leer, Spieler wie Dever Orgill, Gerald Nutz, Mario Leitgeb, Thomas Zündel, Benjamin Rosenberger oder Tadej Trdina stehen Trainer Heimo Pfeifenberger wieder zur Verfügung. Auch der zuletzt gesperrte Peter Tschernegg kehrt zurück. Toptorschütze Philipp Prosenik muss allerdings diesmal mit Oberschenkelproblemen passen.

Geht es nach der Statistik von Jubilar Joachim Standfest, der vor seinem 500. Bundesligaspiel steht, dürfen sich die "Wölfe" von Trainer Heimo Pfeifenberger Hoffnungen machen: Der 37-Jährige, auf Platz 6 der "ewigen" BL-Einsatzliste rangiert, gewann sein 100., 200., 300. und 400. Spiel – Letzteres im Dress des WAC gegen Sturm Graz. (APA, 31.3.2017)

Mögliche Aufstellungen:

SK Puntigamer Sturm Graz – RZ Pellets WAC (18.30 Uhr, Graz, Merkur Arena, SR Weinberger). Bisherige Saisonergebnisse: 3:0 (h), 4:0 (a)

Sturm: Gratzei – Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis – Hierländer, Piesinger – Horvath, Atik, Schmerböck – Alar

Ersatz: Lück – Potzmann, Huspek, Dobras, Lovric, Gruber, Chabbi

Es fehlen: Schoissengeyr (Sprunggelenk), Jeggo (Muskelfaserriss), Ovenstad (erkrankt)

WAC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla – Zündel, M. Leitgeb, Tschernegg, Klem – Orgill, Topcagic

Ersatz: Sallinger – Drescher, Jacobo, G. Nutz, Rabitsch, Wernitznig, Ouedraogo, Hellquist

Es fehlen: Prosenik (Oberschenkel), Baldauf (Oberschenkel), Dobnik (Kreuzbandriss), Trdina (im Aufbautraining)

  • Sturm-Coach Foda hat die Statistik im Rücken, womöglich auch im Kopf. Der WAC ist gegen die Grazer seit etwa 600 Minuten ohne Torerfolg.
    apa/erwin scheriau

    Sturm-Coach Foda hat die Statistik im Rücken, womöglich auch im Kopf. Der WAC ist gegen die Grazer seit etwa 600 Minuten ohne Torerfolg.

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